Die Gießerhütte in der Burgschmietstraße in Nürnberg besteht unverändert seit dem Jahre 1850. Gießermeister Franz Jahn arbeitet dort ganz in der Tradition seiner berühmten Vorgänger Peter Vischer und Daniel Burgschmiet. Alle paar Monate heizt er den alten Schmelzofen an. Mit einem riesigen Holzkran hievt der Meister das glutflüssige Metall über die in einem tiefen Sandbett eingegrabene Form, die er in tagelanger Arbeit sorgfältig für den Guß vorbereitet hat.
Er ist der Letzte, der noch die Kunst der Reliefherstellung beherrscht. Im alten Johannis-Friedhof aus der Renaissancezeit, ganz in der Nähe der Jahn'schen Werkstatt, findet man noch solche erzgegossenen Grabtafeln auf den letzten Ruhestätten Nürnberger Bürger. "Der Letzte seines Standes" für Schlaflose
Seit es Menschen gibt, stellen sie Werkzeuge und Gegenstände des täglichen Bedarfs mit ihren Händen her. Diese Handwerker haben durch die Jahrhunderte ihr Wissen über Herstellungsverfahren und Rohstoffbearbeitung verfeinert und an die nächste Generation weitergegeben. "Der Letzte seines Standes?" stellt aussterbende Handwerksberufe vor.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 23.12.2017 um 02:55 Uhr auf ARD alpha.