

Ai Weiwei, geboren 1957 in Peking, Sohn des bekannten Schriftstellers Ai Qing. Während der Kultur-Revolution wurde Ai Qing zu Zwangsarbeit verurteilt, und die Familie umgesiedelt. Nach deren Rehabilitation studierte Ai Weiwei zunächst an der Filmakademie Peking, bevor der dann 1981 nach New York auswanderte, um sich der Bildenden Kunst zu widmen. 1983 entstanden die ersten Arbeiten. 1993 kehrte Ai Weiwei wieder nach China zurück, wo er seither eine wichtige Rolle in der Kunstszene spielt. Seit der letzten Documenta in Kassel ist Ai Weiwei auch in Deutschland sehr bekannt.
Der Film zeigt die bedeutendsten Werke der Ausstellung im Haus der Kunst: "Template", eine monumentale Skulptur aus antiken Türen und Fenstern, "Rooted upon", eine Riesen-Installation mit 100 uralten Wurzeln aus China, "Soft ground", ein 380 Quadratmeter großer handgeknüpfter Teppich, der den Fussboden der großen Halle im Haus der Kunst abbildet und auf dem die Baumwurzeln stehen, und schließlich "Remembering". Chris Dercon, der Direktor des Haus der Kunst, stellt Zusammenhänge zwischen den Kunstwerken her und vermittelt interessante Einblicke in das China von heute. Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 25.10.2017 um 21:45 Uhr auf ARD alpha.