

Seit dem 18. Jahrhundert wurden in Nordeuropa mehr als tausend Moorleichen gefunden. In den stark sauren und feuchten organischen Moorböden sind die Konservierungsbedingungen sehr gut. Die meisten Mumien stammen aus der Eisenzeit, also aus der Zeit zwischen 800 und 100 vor Christus. Dank ihres außergewöhnlich guten Erhaltungszustandes liefern sie zahlreiche Aufschlüsse über Zivilisationen, die keinerlei Schriftzeugnisse hinterließen. Bei den Menschen, deren Überreste man im Moor fand, hat es sich um einfache Männer und Frauen gehandelt, aber auch um Könige. Sie waren den Göttern geopfert worden, und ihre Leichen sind die einzigen Beweise für Menschenopfer in Europa. In Begleitung von Archäologen, Anthropologen und Historikern stattet Philippe Charlier den berühmtesten Moorleichen in Irland und Dänemark einen Besuch ab.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 29.08.2017 um 07:45 Uhr auf arte.