

Im ehemaligen Königreich von Dahomey, im Südwesten von Benin, liegt die Wiege der urafrikanischen Religion des Voodoo. Die Gottheiten dieser Religion, die sich als Pflanzen, Tiere, Ahnen oder Naturgewalten manifestieren können, sind Teil eines streng hierarchisch gegliederten Götterhimmels. In Abomey, der alten Hauptstadt des Königreichs, trifft Philippe auf Franck Hounlelou und Constant Glélé, die beide mit den Voodoo-Riten bestens vertraut sind. Sie geben einen Einblick in diese Religion und ihre erstaunlichen Praktiken, die im Land auch heute noch weit verbreitet sind. Philippe darf dabei sein, wenn gewahrsagt, gesungen, getanzt und Opfer dargebracht werden. Dabei gelingt es ihm, einen tiefen Blick in das Wesen dieser häufig missverstandenen und nicht selten gefürchteten Religion zu werfen.
Philippe Charlier ist Gerichtsmediziner, Anatom, Anthropologe und Paläopathologe. In seinem Pariser Labor führt er täglich Autopsien durch und untersucht archäologische Skelette und Mumien. Parallel zu seiner Arbeit und Lehrtätigkeit bereiste er ein Jahr lang die Welt, um Orte mit einem besonderen Bezug zu Riten und Mythen, dem menschlichen Körper und dem Tod aufzusuchen. Von Italien bis Sri Lanka, von Schottland über Guadeloupe und Burkina Faso bis Thailand hat Philippe Charlier Orte mit außergewöhnlichen, bislang kaum bekannten Riten erkundet. Unter anderem sprach er mit Derwischen, beging die Gralswege, entschlüsselte das kretische Labyrinth und interessierte sich für den Schädelkult in Neapel. In jeder Folge der Reihe gibt es Gespräche mit einem Wissenschaftler oder einem Experten des jeweiligen Ortes oder Themas sowie mit Menschen, die den Ort aus ihrer persönlichen Sicht zum Leben erwecken.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 21.08.2017 um 17:05 Uhr auf arte.