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Gernstls Zeitreisen

Von Würzburg ins Werratal
Sonntag, 06.08.2017 18:30 Uhr
ARD alpha
Sonntag
06.08.2017
18:30 Uhr
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Unterwegs war Franz X. Gernstl mit seinem Freund Fischer eigentlich immer schon gerne - quer durchs Land. Die Reise führte sie entlang des 10. Längengrads von Bayern bis zur Ostsee.. Nun, dreißig Jahre später, fahren Reporter Franz Gernstl, Kameramann HP Fischer und Tonmann Stefan Ravasz, wieder entlang der imaginären Linie durch Deutschland und hoffen, ein paar Bekannte von damals wieder zu treffen.
In Würzburg begegnete das Reporter-Team 1983 einem tschechischen Objektkünstler, der den Meridian mit weißer Farbe auf das Pflaster malte. Mit seiner abstrakten Kunst sorgte er aber für Gelächter und Kopfschütteln. Auch bei Marktfrau Hermine. Ihre rötlichen Haare sind weiß geworden, ansonsten ist sie keck wie eh und je.
In der Tanzschule Bäulke kommt es zum Wiedersehen mit Simone und Alexandra. Simone war schrecklich in Danny verliebt, den Sunnyboy aus der Nachbarklasse. Das Problem: Danny wollte von Simone nichts wissen. Aus den kreuzbraven Mädchen sind erfolgreiche Frauen geworden. Den richtigen Mann hat Simone dann auch noch gefunden. Manchmal gibt es eben doch ein Happy End, auch wenn die Dinge erst mal aussehen, als würde die Welt untergehen.
Franz Gernstl ist dabei, Würzburg zu verlassen, als er die Re-Inkarnation des legendären Modeschöpfers Rudolph Moshammer entdeckt.
Ein Stück weit verläuft der 10. Längengrad durch Thüringen. 1983 war das noch DDR-Gebiet und man wollte Franz Gernstl und sein Team dort nicht drehen lassen. Heute ist die Grenze zwar offen, aber die Suche nach einer echten Thüringer Bratwurst gestaltet sich trotzdem schwierig.
Im Werratal und ziemlich genau in der Mitte Deutschlands, liegt das Schloss Wolfsbrunnen. 1983 lebte hier ein Gruppe Sannyasin, Schüler des indischen Gurus Baghwan. Als das Team vorbeischaute, bereiteten sie gerade eine große Modeschau in Rot vor. Nur einer mochte nicht mitmachen: Govinda, acht Jahre alt. Er lief stattdessen in blauer Hose und blauem Pullover herum. Wie Franz Gernstl wollte er Reporter werden, kurzerhand beschloss er, drei Tage mit ihm mit zu fahren. Jeder Einwand: zwecklos. Heute ist Schloss Wolfsbrunnen ein Hotel. Die Sannyasin sind vor 28 Jahren ausgezogen. Seither war Govinda nicht mehr hier. Gemeinsam mit Franz Gernstl streift er durchs Haus. Aus dem aufgeweckten Jungen ist ein nachdenklicher Mann geworden.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 06.08.2017 um 18:30 Uhr auf ARD alpha.