

Gärtnern ist mega-in. Überall wird gepflanzt, gehackt und geerntet, in Hinterhöfen und auf Hochhausdächern. Wer keinen Garten hat, der schafft sich einen an. In der Großstadt eignen sich Freizeitgärtner brachliegende Flächen an oder stellen Hochbeete vor die Haustür.
Im grünen Freiburg ist die Bewegung vor fünf Jahren angekommen. Dieter Schneyinck pflanzte Salat in eine öffentliche Grünanlage, den Dietenbachpark, und die Stadtgärtner fanden das erst mal nicht lustig. Inzwischen hat sein Klimagarten den Segen der Stadt, genauso wie die urban gardening-Projekte vor dem Stadttheater und im Neubaugebiet Rieselfeld.
Auch in Stuttgart herrscht Aufbruchsstimmung. Da gibt es den Selbstversorger-Gemüsegarten auf dem Züblin-Parkdeck oder den umweltpreisgekrönten Stadtacker Wagenhallen am Nordbahnhof. Der Begriff "urban gardening" ist bisher nicht eindeutig definiert. Klar ist nur, es geht um temporäre Gärten in Ballungsgebieten. Im Mittelpunkt steht die Gemeinschaft und ein beflügelndes neues Gefühl von Heimatverbundenheit.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 06.08.2017 um 18:00 Uhr auf RBB.