

Das Isle of Wight Festival von 1970 war wohl die bekannteste Ausgabe der frühen Jahre dieses Treffens von Größen der Rockmusik, das erstmals 1968 stattgefunden hatte. Es gilt als das europäische Woodstock.
Um ein Chaos zu verhindern, hatten die Woodstock-Organisatoren ihr Festival bereits kurz nach dem Start zum free festival erklärt. Auch auf der britischen Insel hatte man im August 1970 nicht mit einem solchen Besucheransturm gerechnet: Nach unbestätigten Angaben belief sich ihre Zahl auf 500.000 -700.000.
War es in Woodstock friedlich geblieben, so kam es auf der Isle of Wight zu Auseinandersetzungen zwischen Publikum und Künstlern und zwischen Publikum und Organisatoren. Die insgesamt chaotische Situation war unter anderem der Tatsache geschuldet, dass ein Teil des Publikums verlangte, dass Festival ebenfalls zum "free festival" zu erklären. Das wollte der Veranstalter aber auf keinen Fall. Der Bühnenmoderator Rikki Farr ließ sich daraufhin zu den Worten hinreißen: "We put this festival on for you bastards, with a lot of love. We worked for one year for you pigs. Now you wanna break our walls and you wanna destroy it? Well you go to hell!".
Ähnlich wie bei Woodstock ist die Bekanntheit des Isle of Wight Festivals 1970 der Tatsache zu verdanken, dass es gefilmt wurde. Bis zum heutigen Tage sind diverse Konzertfilme erschienen. Der wohl bedeutendste Beitrag aber ist der zweistündige Dokumentarfilm von Murray Lerner: "Message to Love: The Isle of Wight Festival", der erst 25 Jahre nach dem Ereignis zum ersten Mal aufgeführt wurde.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 04.08.2017 um 22:55 Uhr auf arte.