

In der DDR wurde gleich mit ihrer Gründung der Bau von Ferienkomplexen zur Pflicht, schrieb doch die Verfassung das Recht jeden Bürgers auf Urlaub fest. Das ehemals der Oberschicht vorbehaltene Privileg des Reisens durfte zu einem Volkssport werden. Dabei entstanden riesige Freizeitmaschinerien, die unter Verwendung moderner Baumaterialien eigene Architekturtypen generierten.
So mischen sich in die Urlaubsarchitektur der ersten Jahrzehnte regional-nationale Traditionen mit sowjetisch-sozialistischem Klassizismus und der Klassischen Moderne. Mit der Ausweitung der Bauprogramme in den 60er Jahren erfolgte die Typisierung, die mit Modulen des allgemeinen Wohnungsbaus operierte. Dieser Linie folgend entstanden auf Rügen Urlaubssiedlungen, Visionen vom "sozialistischen Seebad", die mit den Ferienzentren der großen europäischen Strände mithalten sollten.
Für den Gebirgs- und Wintersporturlaub verwandelte man den thüringischen Gebirgsort Oberhof in ein neues "sozialistisches St. Moritz". Hier entstanden r
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 21.06.2024 um 02:30 Uhr auf MDR.