

"Gottes Gabsheim" wird das Dorf in der Gegend genannt, denn lange war das 700 Einwohner Dorf eine katholische Hochburg inmitten einer protestantisch geprägten Region. Doch die Zeit der konfessionellen Grabenkämpfe ist längst vorbei. Heute liegt Gabsheim ganz einfach im Mittelpunkt - am geografischen Mittelpunkt Rheinhessens zumindest. Drei Gabsheimer aus drei Generationen zeigen ihr Dorf und erzählen Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart.
Da ist zum einen Rudolf Post. Der pensionierte Wissenschaftler ist mit einer Gabsheimerin verheiratet und kennt das Dorf seit 1971. Inzwischen kennt er es so gut wie kaum ein anderer, denn er veröffentlichte in diesem Jahr eine umfangreiche Dorfchronik.
Auch Michael Schäfer engagiert sich für sein Dorf. Seit seinem elften Lebensjahr ist der Mittvierziger in der Freiwilligen Feuerwehr von Gabsheim. Inzwischen sogar als Wehrführer. Außerdem ist er als Inhaber eines Elektrogeschäfts der letzte Ladenbesitzer des Dorfes, seit die Bäckerei geschlossen hat.
Die jüngste im Bunde ist die Winzertochter Lea Michel. Sie hat gerade Abitur gemacht und will jetzt erst einmal etwas von der Welt sehen und durch Australien reisen. Trotzdem ist auch sie eng mit ihrer Heimat verbunden, hilft ihren Eltern am Weinstand und bewirtet die Hofgäste bei Weinwanderungen.
Diese drei Einwohner - von insgesamt rund 700 Gabsheimern - vermitteln ein Gefühl davon, was es heißt, in "Gottes Gabsheim" zu leben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 17.07.2017 um 09:05 Uhr auf SWR.