ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Die Ostdeutschen (3/5)

25 Wege in ein neues Land
Sonntag, 09.07.2017 20:15 Uhr
tagesschau24
Sonntag
09.07.2017
20:15 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Wer sind die Ostdeutschen geworden? Und wer sind sie geblieben? Wie haben sie ihren Weg in die neue Gesellschaft gefunden? Welche Bilanz ziehen sie 25 Jahre nach Mauerfall und Neuanfang? Entstanden sind 25 Geschichten von sehr verschiedenen Lebenswegen, mal erfüllten sich Hoffnungen, wurden Chancen ergriffen, ist zu einer Identität gefunden worden, mal überwiegen Enttäuschung oder die Erfahrung von Verlust. Dem verschwundenen Staat DDR trauert fast niemand nach, geblieben sind jedoch Erinnerungen an gelebtes Leben in diesem Land, Erfahrungen mit diesem Land. Bis heute prägen sie Lebensentscheidungen von Menschen in Ostdeutschland - auch der Herbst 1989 war keine Stunde Null. Eine wichtige filmische Rolle spielt in "Die Ostdeutschen" die Musik. Jede einzelne Geschichte hat ihren Musiktitel, entstanden ist so etwas wie der "Soundtrack des Ostens".

* Die Doppelkopfrunde

Vier Männer im besten Alter - "Tcheckow", "Mulle", "Fossy" und "Krien" -, sie kennen sich fast ihr ganzes Leben und jeden Dienstag treffen sie sich in der "Silberlinde" zum Doppelkopf.

* Der Reporter

Christoph Dieckmann, geboren 1956, erlernte in der DDR den Beruf des Filmfvorführers, studierte Theologie, arbeitete als kirchlicher Medienreferent und freier Autor in Berlin. 1990 stellte ihn die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" ein. Er war ihr erster Redakteur aus dem Osten und lange Zeit der einzige.

* Die Gaukler

Seit über 20 Jahren zieht der ehemalige Forschungsmathematiker Dietmar Frick mit seiner Harfe und seinem Wandertheater durch den Nordosten Deutschlands.

* Die Mitte Deutschlands

Vierzig Jahre lang stoppten im thüringischen Probstzella die Züge zwischen Ost und West. Die Reisenden wurden von den Grenzbeamten aus der DDR penibel kontrolliert und oftmals schikaniert. Als Naturführer und Lokalpatriot möchte Leopold Jahn die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel des kleinen Örtchens an der Grenze zu Bayern wachhalten.

* Was bleibt?

Jürgen Kuttner ist Philosoph, Gründer der Ost-TAZ, Radiomoderator, Theaterregisseur. Seine Videoschnipsel-Vorträge in der Berliner Volksbühne sind Kult. Seit 16 Jahren seziert er Fernsehbilder mit seinen scharfsinnigen und komischen Interpretationen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 09.07.2017 um 20:15 Uhr auf tagesschau24.