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Pierre Bonnard - Die Farben des Privaten

Dokumentation Frankreich 2014
Sonntag, 02.07.2017 17:30 Uhr
arte
Sonntag
02.07.2017
17:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Sein Stil war voller lebhafter Farben und vitaler Sinnlichkeit: Pierre Bonnard (1867-1947) war Mitbegründer der französischen Künstlergemeinschaft Les Nabis und zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Dies stellte eine große Bonnard-Schau unter dem Titel "Pierre Bonnard. Peindre l'Arcadie" wieder einmal unter Beweis, die das Pariser Musée d'Orsay dem Künstler im Frühjahr 2015 widmete. Mit Sinn für feinste Farbwerte zeigen Bonnards Bilder vor allem Vertrautes: Es handelt sich um intime Aktmalereien, Selbstporträts, Interieurs und Naturdarstellungen mit spielenden Kindern oder tanzenden Frauen. Bonnard hatte ein zurückhaltendes Wesen, liebte aber die Farben und die Frauen: Die Besessenheit des Malers nach Serien zeigt sich in den unzähligen Porträts, die er unermüdlich von seiner Frau Marthe malte. Zu Bonnards Lebzeiten stieß sein zeitloses Werk immer wieder auf Kritik. Heute zeichnen sich seine durchdachten Kompositionen durch eine enorme Modernität aus, wie die große Retrospektive des Musée d'Orsay zeigt. Wie wurde Bonnard zu dem Magier der Farben, dessen Pinsel die Wirklichkeit in eine einzigartige, glühende Welt verwandelte? Und war Pierre Bonnard wirklich nur ein Maler des Glücks und des idealisierten Alltags? In der Tat sind seine Werke überaus lebensvolle Momentaufnahmen der Realität. Doch gleichzeitig geht von ihnen auch eine Unruhe aus, eine verhohlene Angst angesichts der Vergänglichkeit des gerade gelebten Augenblicks. "Wer singt, ist nicht immer glücklich", sagte Bonnard. Widersprüchlich an Bonnards Persönlichkeit ist auch, dass er sehr gerne reiste, seine Motive aber auf Alltägliches reduzierte. Er hielt sich stets abseits, und im Gegensatz zu Matisse und Picasso wurde ihm nicht zu Lebzeiten die Ehre eines eigenen Museums zuteil. In der Dokumentation vermitteln Bonnards Gemälde, aber auch seine Kalendereinträge, seine vielen Skizzen, die weniger bekannten Fotografien und die Orte, die er in farbig vibrierenden Oberflächenstrukturen auf die Leinwand brachte, Einblicke in die Welt der französischen Spätimpressionisten.
Die Dokumentation beleuchtet seine Hinwendung zum Privaten, zu einem idealisierten Alltag, die in intimen Aktmalereien, Selbstporträts, Interieurs und Landschaften seinen Ausdruck fand.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 02.07.2017 um 17:30 Uhr auf arte.

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