Die unter dem Namen "Neolithische Revolution" bekannte radikale Veränderung der Lebensweise der Menschen in der Jungsteinzeit, von Nomaden zu sesshaften Bauern, wirkte sich auch im Handwerk aus.
Die erste Erfindung des jungsteinzeitlichen Handwerks war die Keramik, denn die sesshaft gewordenen Ackerbauern und Viehzüchter hatten neue Bedürfnisse. So bewahrten sie die Lebensmittel nicht mehr nur in einfachen Erdgruben, sondern in eigens dafür angefertigten Gefäßen auf.
Ebenfalls neu war die Textilherstellung. Die Frauen begannen Wolle und Hanf zu spinnen, verschiedene Färberpflanzen wurden entdeckt, und auch die Erfindung des Webrahmens geht auf die Jungsteinzeit zurück.
Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums mussten die Menschen im Neolithikum immer mehr Wälder roden. Dafür benötigten sie zahlreiche Werkzeuge, auf deren Herstellung sich die Handwerker zu spezialisieren begannen. Die dafür erforderlichen großen Mengen an hochwertigem Feuerstein wurden in Schächten blockweise abgebaut. Unweit dieser Bergwerke wurden geschliffene Beile als typisches Werkzeug dieser Periode hergestellt. Die Archäologen betrachten Feuersteinabbau und Werkzeugherstellung als frühgeschichtliche Industrie.
Nadia geht diesmal den jungsteinzeitlichen Handwerkern und ihrer Arbeit auf den Grund - sie schaut bei der Herstellung von Keramik zu und entdeckt neolithische Modetrends.
Bei vielen Erdarbeiten, die großen Baumaßnahmen vorausgehen, werden Überreste aus früheren Epochen entdeckt. Für Archäologen bedeuten sie einen ungeheuren Schatz, können sie doch aus ihnen die Vergangenheit herauslesen und so die Lebensweisen unser Vorfahren rekonstruieren. Die Dokumentationsreihe erzählt anhand der "Spur der Steine" spannende Geschichten aus dem Neolithikum.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 06.07.2017 um 05:55 Uhr auf arte.