Das Erbgut heutiger Indoeuropäer enthält vier Prozent Neandertal-Gene. Das heißt, dass der Homo sapiens neanderthalensis, den man ausgestorben glaubte, in den heutigen Menschen weiter lebt. Die Filmemacher Agnès Molia und Thibaud Marchand wollten mehr über den Cousin aus dem Neandertal in Erfahrung bringen. Dabei entdeckten sie einen Menschen, der zwar anders war als der heutige, aber längst nicht so unterentwickelt und grobschlächtig, wie es die Geschichtsschreibung häufig genug vermittelt.
Der taktisch kluge Jäger passte sich seinem durch drastische Klimawechsel veränderten Umfeld an und teilte sein Jagdrevier mit so wilden und gefährlichen Tieren wie Hyänen, Bären und Höhlenlöwen. Die Dokumentation erklärt auch, wie er mit seinem Zeitgenossen Homo sapiens sapiens, unserem direkten Vorfahren, zurechtkam.
Woher stammt der moderne Mensch? Bei fast allen Bauarbeiten für neue Autobahntrassen, unterirdische Parkhäuser, U-Bahn-Linien oder Fundamente von Häusern werden Indizien freigelegt, die Antworten auf diese Frage enthalten. Tag für Tag finden Archäologen unter zahlreichen Erdschichten Überreste aus früheren Epochen: eine Siedlungsstätte aus der Zeit der Jäger und Sammler, einen gallischen Bauernhof, ein fränkisches Handelskontor. All diese Funde erlauben den Forschern eine Reise in die Vergangenheit.
Die 15-teilige Dokumentationsreihe "Die Spur der Steine" stützt sich auf den Vormarsch der Wissenschaft und die jüngsten bahnbrechenden Entdeckungen und ermöglicht eine Begegnung mit unseren Ahnen aus der Steinzeit, der Zeit der Gallier und der Franken.
Dokumentationsreihe Frankreich 2013
Regie: Agnès Molia, Antoine Laugier\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 17.07.2016 um 05:50 Uhr auf arte.