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IS - Weltfrieden in Gefahr?

Dokumentation Frankreich 2016 - Thema: IS - Das Nachbeben
Dienstag, 27.06.2017 20:15 Uhr
arte
Dienstag
27.06.2017
20:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Die Schlacht um Mossul hat gerade begonnen. Läutet sie den Untergang des IS ein? Seit zwei Jahren führt die Welt Krieg gegen den sogenannten Islamischen Staat. Doch die Organisation herrscht noch immer über einen Teil von Syrien und Irak und schickt ihre Selbstmordattentäter auf alle fünf Kontinente.
Wie können einige Tausend Kämpfer den besten Armeen der Welt widerstehen? Was sind die wahren Ziele der Akteure dieses Krieges? Geht es ihnen darum, der Internationale des Terrors den Garaus zu machen, oder wollen sie vielmehr die heute vom IS kontrollierten Gebiete unter sich aufteilen? Verbirgt sich hinter dem Kampf gegen den Terrorismus möglicherweise ein anderer Krieg, der aufgrund viel weiter gesteckter Ziele das internationale Gleichgewicht aus den Fugen bringt?
Nach seiner Dokumentation "IS: Die Wirtschaftsmacht der Gotteskrieger" beleuchtet Jérôme Fritel erneut die Hintergründe eines Krieges, der vor einhundert Jahren gezogene Grenzen zu Fall bringt und den Lauf der Geschichte verändert. Im Film kommen hohe Vertreter der kriegführenden Mächte zu Wort, darunter der frühere Gouverneur von Mossul, heute an der Spitze einer 4.000 Mann starken Armee, die von der Türkei finanziert und geschult wird, die Nummer Zwei der libanesischen Hisbollah, der in Syrien als bewaffneter Arm des Iran agiert, und der letzte amerikanische Botschafter in Damaskus.
Die Dokumentation forscht in den Randbezirken von Mossul, in Dubai, Istanbul, Beirut, Washington und Wien nach den Hintergründen dieses "Dritten Weltkriegs".
IS - Das Nachbeben
Die Terrormiliz IS ruft 2014 das Kalifat aus und taucht den Mittleren Osten in einen nicht enden wollenden Krieg. Auch Europa wird von der Terrorwelle erfasst: Charlie Hebdo, Bataclan, Brüssel, Nizza, München, Berlin. Während der Islamische Staat in Irak und Syrien mehr und mehr an Boden verliert, mehren sich die Anschläge in Europa. THEMA befasst sich mit den internationalen Verbindungen des IS und dessen jüngsten Rekruten - Kindersoldaten, die teils als Flüchtlinge in Europa eingereist sind. Manche der jungen Gotteskrieger kommen auch aus europäischen Metropolen wie etwa aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek.
"IS - Weltfrieden in Gefahr?" - dieser Frage geht Jérôme Fritel nach. Er durchleuchtet die internationalen Verbindungen der Terrormiliz und die geopolitischen Auswirkungen des Kampfs gegen den IS.
Auch wenn der Islamische Staat militärische Niederlagen einstecken muss, so hat er dennoch ausreichend Zeit gehabt, seine Propaganda in die Köpfe der Jüngsten einzupflanzen. Mehr als tausend Kinder und Jugendliche kämpfen in den Reihen der Terrormiliz, haben monatelanges militärisches Training und Gehirnwäsche über sich ergehen lassen und wurden mit unbeschreiblichen Grausamkeiten konfrontiert. Einige von ihnen konnten der Hölle entfliehen und befinden sich nun in Europa, zum Teil als Flüchtlinge eingereist. "Ashbal, die Kindersoldaten der Terrormiliz" von Thomas Dandois und François-Xavier Trégan fragen, wie man diese wandelnden Zeitbomben entschärfen kann.
Manche der jungen Gotteskrieger kommen aus den europäischen Metropolen. Das Brüsseler Stadtviertel Molenbeek wurde nach den Pariser Anschlägen schnell zur Dschihadisten-Hochburg gebrandmarkt. José-Louis Penafuerte und Chergui Kharroubi porträtieren die Jugend des Problemviertels auf der verzweifelten Suche nach Normalität.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 27.06.2017 um 20:15 Uhr auf arte.