

Die Nachricht von der Entdeckung der sagenhaften Terrakotta-Armee ging 1974 um die ganze Welt. Erste Ausgrabungen förderten jedoch nur einen Bruchteil dieses unermesslichen Schatzes zutage. Die Dokumentation berichtet exklusiv über die Forschungsarbeiten des University College London sowie des Museums der Terrakotta-Armee und macht jüngste Erkenntnisse zugänglich.
Die Terrakotta-Armee blieb über 2.200 Jahre lang unentdeckt. Die Figuren gehören zur größten jemals gebauten Grabanlage, dem Mausoleum des sagenumwobenen ersten Kaisers von China - einem Mann, der zu Lebzeiten all seine Rivalen besiegte, China vereinte und mit einer Sprache, einer Währung und Gesetzen zurückließ.
Die Funde der Wissenschaftler und Archäologen zeichnen ein lebendiges Bild dieser vergangenen Welt. Neben zahlreichen bisher unveröffentlichten Forschungsergebnissen liefert die Dokumentation Informationen über die wahren Ausmaße der Grabanlage und die Anzahl der Krieger. Die eindrucksvolle Armee umfasst über 9.000 Fuß- und Reitsoldaten, Pferde, Streitwagen, Waffen und eine umfangreiche Nachhut aus Beamten, Akrobaten, Ringern und Konkubinen. All diese Wegbegleiter sollten jederzeit bereit sein, dem Kaiser dabei zu helfen, von seiner Totenstätte aus weiter zu regieren.
Die Dokumentation erklärt, dass die Waffen des tönernen Heeres keine Nachbildungen waren, sondern echt sind - sie sollten im Totenreich genauso effizient töten können wie im Diesseits. Anhand von 3D-Computeranimationen von den Köpfen der Soldaten wird nachvollzogen, wie diese hergestellt wurden - ein faszinierendes Zeugnis der weit entwickelten Technologie und Gesellschaft des alten Chinas.
Dokumentation Großbritannien 2014
* Thementag Archäologie
Untergegangene Zivilisationen und Kulturen faszinieren bis heute. Wie haben solche früheren Gesellschaften gelebt? Und wie waren sie organisiert? Die Entdeckungen von Archäologen können bahnbrechend sein, auch wenn es sich nicht um den Jahrhundertfund handelt. In jedem Fall fördern archäologische Grabungen Erkenntnisse über die Menschen zutage, die einst an den Stätten lebten. Am Samstag, den 17. Juni, lädt ARTE einen Tag lang zu einer archäologischen Zeitreise ein und wirft gleichzeitig einen Blick auf die moderne Hightech-Archäologie der Zukunft.
Archäologen nutzen unterschiedlichste Werkzeuge und Methoden, um die Spuren vergangener Zivilisationen zu erforschen: Mit Kellen und Pinseln werden Gegenstände vorsichtig zutage gefördert, wie die im nordfranzösischen Lavau gefundenen Grabbeigaben eines Keltenfürsten. Goldener Schmuck, prächtig verziertes Geschirr und sogar ein großer Streitwagen sollten den Verstorbenen auf der Reise ins Jenseits begleiten. In Burgund erkunden Forscher auf andere Weise das Leben ihrer Vorfahren: Im Rahmen des Projekts Guédelon bauen sie mit Techniken aus dem 13. Jahrhundert eine mittelalterliche Burg nach. Doch natürlich arbeiten Archäologen auch mit modernsten Mitteln, wie mit Laserscanner-Luftbildern, mit virtuellen Rekonstruktionen und Verfahren wie der Geomagnetik, die sehr präzise Messwerte liefert und mit der Ausgrabungen zielgerichtet geplant werden können. Sogar an Kulturlandschaften wie dem 4.000 Jahre alten Steinkreis von Stonehenge, die als vollständig erforscht galten, lässt sich damit noch Neues entdecken. Am Samstag, dem 17. Juni, stellt ARTE neueste Arbeitsweisen und Errungenschaften der heutigen Archäologie vor.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 17.06.2017 um 13:20 Uhr auf arte.