

Für Thea Mettel und ihren Lebensgefährten Robert Laacke haben sich Lebenssituation und Bedürfnisse in den letzten Jahren stark verändert. Bei beiden waren die Partner verstorben, die Kinder aus dem Haus und die Häuser zu groß geworden. Sie beschlossen, sich ein gemeinsames Nest zu bauen - in einem kleinen, modernen und altersgerechten Haus. Eine kluge Entscheidung, denn Downsizing liegt im Trend.
Nähert man sich dem langgestreckten, strengen Baukörper von der Straßenseite, ahnt man nicht, was einen erwartet: Ein Adlerhorst über der Donau. Der Architekt Volker Schafitel aus Augsburg hat das Haus nah an der Kante der steil abfallenden Böschung platziert. Auf 200 Quadratmeter, die nach Süden hin fast vollständig verglast sind, scheint man förmlich über der Donau zu schweben. Ein großer Freisitz zwischen den beiden Innenbereichen, den der Architekt durch einen Einschnitt in den Gebäuderiegel geschaffen hat, ersetzt die fehlende Südterrasse.
Neben der altersgerechten Gestaltung war die Nachhaltigkeit des Gebäudes ein wichtiges Kriterium. Der Architekt wollte ein komplett autarkes Null- bis Plusenergiehaus aus natürlichen Materialien bauen und auch die Bauherren legten Wert auf Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit. So wurde zum Beispiel Hanf als Dämmmaterial für die Außenwände gewählt, weil es ein regionales, klimaneutrales Bioprodukt ist. Die Hauptenergie für Strom- und Warmwasserversorgung liefern 116 Solarzellenpaneele, die in die Süddachfläche integriert sind.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 15.06.2017 um 11:30 Uhr auf SR.