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NS-Täter vor Gericht - Die Rastatter Prozesse

Dienstag, 25.06.2024 05:30 Uhr
SR
Dienstag
25.06.2024
05:30 Uhr
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Rastatt, im Frühjahr 1946: Das Tribunal Général wird eröffnet, das oberste Gericht der französischen Besatzer. Bis 1949 finden vor dem Gericht im Rastatter Schloss 235 Prozesse statt. 2130 Mal wird gegen NS-Täter:innen im Gebiet der französischen Besatzungszone Anklage erhoben - meist gegen das Personal in den zahlreichen NS-Lagern.
Damit gehören die Rastatter Prozesse zu den größten alliierten Kriegsverbrecherprozessen nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotzdem sind sie fast völlig in Vergessenheit geraten, denn die französischen Militärprozessakten unterlagen einer Sperrfrist. Die Verfahren standen jahrzehntelang im Schatten der Nürnberger Prozesse, bei denen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes vor Gericht standen.

Basis der Anklage in Rastatt ist das Konzept des "Common Design": Gewöhnliche Beamt:innen und Handlanger:innen, die im NS-System bei Tötungen und Misshandlungen billigend mitgemacht haben, müssen sich vor Gericht genauso verantworten wie das Führungspersonal.

Von Beginn an b

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 25.06.2024 um 05:30 Uhr auf SR.

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Schlagwoerter
NS-Zeit und Folgen, Bildungsfernsehen, Recht/Justiz, Geschichte