

Sie suchen nach Hoffnung, wo die meisten der Mut schon längst verlassen hat.
Mit einem strikten Cinema-Verité-Ansatz weben der syrische Filmemacher Feras Fayyad und sein dänischer Koregisseur Steen Johannessen ein Patchwork aus eindrucksvollen Momenten, das sich wie eine klassische Tragödie entfaltet. Ein unvergessliches Porträt von Helden wider Willen, eine Ode an Mut und Barmherzigkeit. Die Freiwilligenorganisation White Helmets wurde 2016 für den Friedensnobelpreis nominiert und mit dem Alternativen Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
ARTE-Dokumentarfilmfestival
ARTE widmet drei Abende dem langen Kinodokumentarfilm. Die preisgekrönten Filme zeigen starke Geschichten aus der ganzen Welt. Sie schildern unter anderem das menschliche Drama in Aleppo, zeigen erstmals zensierte Aufnahmen aus Israel und erzählen eine Familiengeschichte, die zum Comic wird.
Renommierte Regisseure wie Rithy Panh und einem großen Publikum noch nicht bekannte Talente wie die Israelin Mor Loushy sowie Feras Fayyad und sein Koregisseur Steen Johannessen schildern unter anderem das menschliche Drama in Aleppo, zeigen erstmals "Zensierte Stimmen" aus dem Sechstagekrieg und erzählen eine dramatische Familiengeschichte, die zum Comic wird. Eröffnet wird das Festival mit "Die letzten Männer von Aleppo". Das syrisch-dänische Filmteam hat fast zwei Jahre lang das gefährliche Leben in Aleppo und den unermüdlichen Einsatz freiwilliger Retter gefilmt. Die Kamera begleitet Khaled, Mahmoud und Subhi bei ihrem Kampf ums Überleben und um ein Stück Menschlichkeit dort, wo der Krieg allgegenwärtig ist. Ein weiteres Highlight ist der Dokumentarfilm "Zensierte Stimmen" von Mor Loushy, in dem erstmals Berichte von israelischen Soldaten aus dem Sechstagekrieg zu hören sind. Die Aufnahmen stammen von Amos Oz, der damals noch kein international gefeierter Schriftsteller war. 1967 befragte er zusammen mit Abraham Shapira Soldaten nach ihren Kriegserlebnissen. Nach 50 Jahren unter Verschluss wird das Material erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besonders herausragend ist außerdem der Film "Monsieur Mayonnaise" von Trevor Graham über Philippe Mora, einen australischen Popkünstler und Filmregisseur mit deutsch-französischen Wurzeln. Er malt knallige Comicbilder über die dramatische Geschichte seiner Familie, die aus Europa vor dem Holocaust fliehen musste. Moderiert wird das Dokumentarfilmfestival von der Journalistin Katty Salié.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 06.06.2017 um 20:15 Uhr auf arte.