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Apokalypse Atlantis

Das letzte Geheimnis des verschollenen Kontinents
Montag, 05.06.2017 17:40 Uhr
arte
Montag
05.06.2017
17:40 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Naturkatastrophen sind den Medien Schlagzeilen wert, das zeigen die Berichte über Erdbeben und Tsunamis der letzten Zeit. Den ältesten Katastrophenbericht schrieb bereits der Grieche Platon über den Untergang von Atlantis. Platons Schilderung hat zu einer bis heute andauernden Diskussion über die Frage von Wahrheit oder Legende geführt. Mit Atlantis soll die große Zivilisation der Minoer im östlichen Mittelmeer untergegangen sein. Was die Menschen in der Antike als göttliches Strafgericht oder unabwendbaren Schicksalsschlag annahmen, erklärt die moderne Wissenschaft als Resultat physikalischer Erdbewegungen. Und Naturkatastrophen wie die von Atlantis sind im Verlauf der Geschichte immer wieder aufgetreten und können sich jederzeit erneut ereignen.
Die Erfahrungen der Opfer von Naturkatastrophen ähneln sich. Die Dokumentation beginnt mit der Rekonstruktion zweier parallel gezeigter Schicksale: Ein minoischer Junge vor 3.500 Jahren und ein amerikanisches Kind in der Mitte des 20. Jahrhunderts auf Hawaii erleben die zerstörerischen Kräfte von Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis. Der junge Minoer rettet eine kleine Bronzefigur, die heute in einem Museum auf Kreta zu besichtigen ist. Für den amerikanischen Jungen wird das Trauma seiner Kindheit zur treibenden Kraft, Fragen über die Ursachen von Naturkatastrophen zu stellen. Floyd McCoy, Geologe an der Universität von Hawaii, hat 30 Jahre die Auswirkungen von Naturkatastrophen auf die Inselwelt im östlichen Mittelmeer untersucht. Für ihn steht außer Zweifel, dass gewaltige Vulkaneruptionen, Erdbeben und Tsunamis Zivilisationen ausgelöscht haben - auch die von Atlantis.
Seine Arbeit wird ideal ergänzt durch ein großangelegtes Forschungsprojekt deutscher Wissenschaftler. Seismische Untersuchungen sollen Klarheit darüber bringen, welche Gebiete von Vulkanausbrüchen und Erdbeben bedroht sind. Geologische Untersuchungen, Kulturvergleiche, Tauchfahrten und Computeranimationen der Erdveränderungen unter und über Wasser erhärten die neuesten Ergebnisse. Es scheint, dass die Lösung des Rätsels von Atlantis ein großes Stück näher gerückt ist. Atlantis ist verschollen und bleibt doch lebendig. Und es beflügelt die Menschheit, sich ihrer Vergangenheit zu erinnern und um die Zukunft zu sorgen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 05.06.2017 um 17:40 Uhr auf arte.