Keine Spirituose birgt so viele Geheimnisse und Geschichten wie der Absinth. Absinth ist ein mit Absinthkraut aromatisierter starker Alkohol, der mit Wasser verdünnt getrunken wird. Einst traf sich halb Frankreich, auch Frauen, zur "grünen Stunde", um der "grünen Fee" zu huldigen. Der Genuss von Absinth war libertär und geheimnisvoll, 1915 wurde er verboten. An seine Stelle trat der Pastis, der heute aus Südfrankreich nicht mehr wegzudenken ist.
Aber der Absinth hat noch andere Geschwister: In den Bergen der Chartreuse brennen seit 500 Jahren Schweigemönche der Großen Kartause ihren grünen Likör. Nur zwei Mönche kennen das Rezept. In den Hochalpen wachsen die Kräuter für den Génépi, und an der Mittelmeerküste werden Weine mit Kräutern und Gewürzen zu einem trockenen Wermut veredelt.
In den Bergen des Schweizer Jura beginnt für Antoine Générau eine Reise, die ihn bis nach Südfrankreich führen wird. Eine Reise in die Welt des Absinthes. Générau betreibt einen Handel für Absinth und hält stets Ausschau nach neuen Sorten - heute ist Absinth wieder erlaubt - und nach Original-Absinth aus der Zeit vor dem Verbot, nach sogenannten "alten Flaschen", die Tausende Euro kosten können.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 24.05.2017 um 14:30 Uhr auf WDR.