

Im Schweriner Schlossgarten hat sich eine Rotte Wildschweine festgesetzt. Ihre Spur führt in liebevoll gepflegte Gemüsegärten, Blumenbeete und Rasenflächen. Hier bietet sich ein Bild der Verwüstung!
Einige Anwohner sind verzweifelt, schützen sich mit Elektrozäunen und Betonplatten gegen die Schweinebande. Vergeblich! Irgendwie wühlen sich die Wildschweine immer wieder durch. Andere freuen sich, dass die Wildschweine da sind. Diethard Gajek, der sein Grundstück mitten in ihrem Revier hat, meint, sie seien eine Bereicherung für die Natur. Er ist verärgert über die Entscheidung der Stadt, die jetzt einen Jäger mit einer Sondergenehmigung beauftragt hat, einige Wildschweine abzuschießen.
Fachlich beraten wird die Stadt von Kreisjägermeister Hans Hovemann (83). Er kennt das Schwarzwild genau und hat auch schon eine Idee, wie man es wieder loswird. "Es kann saugefährlich werden, wenn die Bache Frischlinge hat", so Hovemann. Er sieht aber auch, dass es schwierig ist, in einem Wohngebiet zu jagen.
Auch Ulli Werth (75) kontrolliert seinen Maschendrahtzaun täglich. Mit 140 Tauben und 15 Hühnern wohnt er mitten im Wildschweinrevier und kann eine Menge über die Tier- und Pflanzenwelt im Schweriner Schlossgarten erzählen. Die Natur rund um das Villenviertel ist ein wahres Paradies. Hier leben Waschbären, Marder, Dachse, Rehe, Grün- und Schwarzspechte .Und jetzt auch schlaue Wildschweine. Wie lange noch?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 23.05.2017 um 18:15 Uhr auf NDR.