Rund 10 000 Seeschiffe aus aller Welt laufen jährlich in den drittgrößten Hafen Europas ein. Nur wenige Orte im Norden symbolisieren so sehr das Fernweh und die Sehnsucht nach Romantik. Auch wenn vollautomatisierte Maschinenparks tausende Container tagtäglich bewegen - es gibt sie noch, die "Hamburger Originale", die Stauer.
Hans-Henning Fischer und René Kleinert arbeiten seit mehr als 30 Jahren im Hamburger Hafen. Fischer ist Ausbilder und kümmert sich um den Nachwuchs der "Stauer-Gang". Die Verladung der Schiffsschraube ist eine knifflige Angelegenheit für die erfahrenen Hafenarbeiter: "Die Luke des Schiffes ist gerade mal 50 Zentimeter breiter als der Propeller". Sechzehn Meter tief geht es an Eisenkrampen hinunter in den Bauch des Schiffes.
Die Arbeit mit Schwergut ist heikel. Ein falscher Handgriff, schon kann es zu Beschädigungen oder Unfällen kommen. Erfahrung und Tricks sind das A und O beim Verladen und Löschen der tonnenschweren Fracht. Nur noch drei Prozent der Fracht werden heute noch als Stückgüter verladen. So manchem alten Hafenarbeiter blutet das Herz, wenn man bedenkt, wie schnell dieser Wandel gekommen ist.
Die "ZDF.reportage" begleitet die Stauer bei ihrem harten Job. Ein Einblick in eine verschlossene Welt: unter Deck im Hamburger Hafen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 07.05.2017 um 09:45 Uhr auf Phoenix.