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Césars Grill

Dokumentation Deutschland 2013
Mittwoch, 10.05.2017 00:10 Uhr
arte
Mittwoch
10.05.2017
00:10 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Mit der Kamera dokumentiert Darío Aguirre, wie er seinem Vater hilft, dessen marodes Grillrestaurant in seiner Heimatstadt Ambato in Ecuador zu retten, und wie dadurch Vater und Sohn zum ersten Mal wirklich miteinander ins Gespräch kommen, trotz aller Mentalitätsunterschiede. Denn Darío Aguirre, der seit über zehn Jahren in Hamburg lebt, fühlt sich in Deutschland längst zu Hause.
Der Hilferuf seines Vaters kommt aus heiterem Himmel, denn normalerweise telefonieren Vater und Sohn nie miteinander: Sein Restaurant "Césars Grill" stehe vor der Pleite, die Mutter sei voller Resignation bereits ausgezogen. Darío schickt umgehend Geld und fliegt dann nach Ecuador, um seinem Vater beizustehen. In seiner alten Heimat angekommen, muss er schnell feststellen, dass seine in Deutschland geprägten Vorstellungen von einem effizienten Restaurantbetrieb kaum umzusetzen sind.
Obendrein möchte Daríos Vater César sich von seinem Sohn nichts sagen lassen. So stellt Darío nüchtern fest: "Mein Vater und ich sind Meister der Nicht-Kommunikation." Es wird ihm klar, dass es nicht nur um das marode Grillrestaurant geht, sondern vor allem auch um den Zusammenhalt innerhalb der Familie. Wie Darío diese Konflikte löst und sich und seinem Vater neue Perspektiven eröffnet, zeigt diese sehr persönliche Familiengeschichte.
Darío Aguirre erzählt auf warmherzige, lebensfrohe und sehr persönliche Weise und in einem leichten, heiteren Tonfall die Geschichte seiner Familie - unterlegt mit selbst komponierten Gitarrensongs.
Während "Césars Grill" Vater und Sohn bei ihren Versuchen begleitet, das marode Familienunternehmen über alle kulturellen und räumlichen Distanzen hinweg zu retten, erzählt der Film in einer zweiten Ebene die Geschichte ihrer Annäherung, von enttäuschten Erwartungen, dem Erwachsenwerden und der Bedeutung der Familie in globalisierten Zeiten, in denen die Frage nach der eigenen Identität immer wieder gestellt werden muss. Der Dokumentarfilm erhielt eine lobende Erwähnung beim Max Ophüls Preis 2013.
Die Jury-Begründung: "Der Film schafft es, stilsicher und unterhaltend eine Vater-Sohn-Geschichte zu erzählen und mit gekonnter Dramaturgie das Publikum in seinen Bann zu ziehen."

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 10.05.2017 um 00:10 Uhr auf arte.

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10.05.2017 00:10arte07.11.2014 22:35arte