Wie halten es die Rheinland-Pfälzer mit der Religion? Und wie haben sich Glaube und Spiritualität in 70 Jahren Rheinland-Pfalz entwickelt? Vom Westerwald bis in die Pfalz gab es ja schon immer genug wundersame Orte wie Druidenstein, Disibodenberg und Teufelstisch, die einem den Himmel über Rheinland-Pfalz und die Antworten auf die großen Fragen näher bringen.
Das religiöse Leben im Land aber ist seit seiner Gründung bunter geworden: Zu Kirchen und Klöstern gesellten sich Moscheen, buddhistische Tempel, neu gebaute Synagogen und esoterische Kultstätten. Spannende Persönlichkeiten aus dem großen religiösen Spektrum geben Einblicke in ihre persönliche Sicht auf Glaube und Religion in 70 Jahren Rheinland-Pfalz: Abt Andreas von der Abtei Marienstatt, Katy Christmann, Pfarrerin in Bad Münster am Stein-Ebernburg, der Mainzer Peter Waldmann, lange Zeit Leiter der jüdischen Gemeinden im Land, der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Mustaza aus Bad Kreuznach und der Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon aus dem katholischen Trier.
Sie begleiten Autor Uli Paulus auf einer Zeitreise zu Ereignissen und Entwicklungen, die das religiöse Leben seit Gründung des Landes mit geprägt haben: wie der erste Katholikentag 1948 in Mainz, der Zuzug von muslimischen Arbeitskräften in den 60ern und von Flüchtlingen in jüngster Zeit, die jüdischen Zuwanderer aus den ehemaligen Sowjetrepubliken, der Papstbesuch 1980, aber auch Krisen wie der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche und die Abkehr vieler Menschen von der Kirche sowie die Hinwendung zu esoterischem Wunderglauben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 08.05.2017 um 10:20 Uhr auf SWR.