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Gell, du hast mich gelle gern - Margit Sponheimer
Sonntag, 11.02.2024 10:30 Uhr
SWR
Sonntag
11.02.2024
10:30 Uhr
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Margit Sponheimer blickt zurück auf ein reiches, jahrzehntelanges Leben im Rampenlicht. Sie erkämpfte sich gegen alle Widerstände der strikt männlich geprägten Fastnacht als erste solistische Fastnachtssängerin "Margittsche" die Bühne. Geboren, sagte sie später, wurde sie aber in Frankfurt. Dort erklomm sie 2010 als Sitzungspräsidentin den Thron der Frankfurter Fassenacht - in Mainz sei man noch nicht "reif dafür gewesen". Ernst Neger schrieb ihr neben vielen anderen beliebten Fastnachtsliedern "Am Rosenmontag bin ich geboren" auf den Leib. Als Garantin fürs Schunkeln konnte sie nur schwer aus ihrem Schatten heraustreten. Die Fastnachtsikone offenbart in diesem Porträt als "Meenzer Mädsche" jedoch auch andere Seiten.
Schon mit 4 Jahren hat Margit Sponheimer ihr erstes öffentliches Publikum. Sie spielt Ball auf der Straße in ihrer Geburtsstadt Frankfurt und singt dabei "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt.." Den Nachbarn und Passanten gefällt das und sie erhält das erste Honorar in Form von Süßigkeiten. Überhaupt hat sie ein Faible für die Bühne - ihr Berufswunsch: Schauspielerin - ihre Lieblingsrolle: die lustige Witwe.
Von da an geht es steil bergauf. Mit Akkordeon bewaffnet spielt sie bei verschiedenen Gardeveranstaltungen, Ernst Neger und der blinde Komponist Toni Hämmerle werden auf sie aufmerksam. Toni Hämmerle schreibt den ersten großen Fastnachtshit für sie: "Gell, Du hast mich gelle gern?" Damit ist das "goldische Meenzer Meedche" aus der Taufe gehoben. Schon bald folgt ein Welthit: "Am Rosenmontag bin ich geboren ". Der öffnet ihr die Tür zu bekannten volkstümlichen Sendungen. Prominente Showmaster reißen sich darum, sie in ihre Sendungen einzuladen.
Aus dem goldische Meenzer Meedche ist eine reife Frau geworden -Joe Ludwig, Ex-Gonsbachlerche, verpasst ihr ein neues Bühnenkonzept: Sie verkörpert Mainzer Figuren:
die Marktfrau, die Waschfrau, die "Margitenderin". 1998 verabschiedet sie sich von der Narrenbühne und bekommt ein Angebot vom Frankfurter Volkstheater. Jetzt kann sie ihren Kindheitstraum verwirklichen.
Zum 50.Jubiläum der Mainzer Fernsehfastnacht kehrt sie auch wieder zu Gott Jokus zurück. Seit einigen Jahren moderiert sie den Rosenmontagszug in Mainz für die ARD und in ihrer Heimatstadt Frankfurt leitet sie als "Frau Präsident" eine große Prunksitzung. Doch dann zeigt ihr das Leben die rote Karte - ein Nervenzusammenbruch. Sie braucht lange, um wieder auf die Füße zu kommen.
Ihr Lebensmotto: Bleibe bodenständig, dann fällst Du nicht so tief.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.02.2024 um 10:30 Uhr auf SWR.