Der Film nimmt uns mit auf eine Schweizer Alm, wo die Kühe noch Vornamen tragen, und in einen Schwyzerdütsch-Kurs in Zürich, wo Deutsche lernen, Fettnäpfchen zu vermeiden. Wir treffen zwei mutige Baslerinnen beim Bad im Rhein und steigen auf den Zauberberg oberhalb von Davos, wo die Langsamkeit neu entdeckt wird. Wir treffen einen Deutschen, der es nach zehn Jahren nicht mehr in der Schweiz ausgehalten hat. Die Reise geht auf den Marktplatz von Appenzell, wo einmal im Jahr alle Beschlüsse unter freiem Himmel gefasst werden, und in ein Forschungslabor am Genfer See, wo die intergalaktische Müllabfuhr entwickelt wird.
Schweizer sind den Deutschen nahe. Seit 300.000 Deutsche zugewandert sind, sind wir ihnen etwas zu nahe. Deutsche gelten als forsch und übereifrig. Umso spannender ist es, den Verstimmungen auf beiden Seiten auf den Grund zu gehen. Tilmann Bünz zeichnet das Psychogramm eines Landes zwischen Heimatliebe und Überfremdungsangst, zwischen Enge und Weltoffenheit.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 23.04.2017 um 22:00 Uhr auf Phoenix.