

Donald Trump ist noch nicht einmal 100 Tage im Amt. Aber er erschüttert die USA in seinen Grundfesten. Er regiert über Dekrete, stellt Amerikas Selbstverständnis als Einwanderungsland mit seinem Einreiseverbot für ausgewählte muslimische Länder auf die Probe. Pöbelt gegen Justiz und Richter. Die Medien sieht er als "Feinde". Und der einstige Rivale Russland erscheint plötzlich als Partner. Trump selbst spricht von einem "Erdbeben", das er ausgelöst habe. Stephen Bannon, sein Chefberater im Weißen Haus, will gleich den ganzen Staat zerstören.
Amerika ist seit dem Wahlsieg Donald Trumps ein gespaltenes Land. Es gibt unversöhnliche Anhänger und Gegner des schillernden Präsidenten - aber wie erleben ganz normale Bürger abseits der großen Städte Trumps "Beben"? Die ARD-Korrespondenten Jan Philipp Burgard und Stefan Niemann sind drei Monate nach dem Amtsantritt im Land unterwegs und zeigen, wie tiefgreifend Donald Trump Amerika schon jetzt verändert hat. Die Menschen spüren bereits erste Auswirkungen der neuen Präsidentschaft.
In der US-Hauptstadt hat Trump die satte Welt des Polit- und Medienbetriebes ins Wanken gebracht. Geschriebene wie ungeschriebene Regeln ignoriert der neue Präsident oder bricht sie bewusst. Erfahrene Polit-Veteranen im Kongress schütteln den Kopf angesichts der scheinbaren Ahnungslosigkeit beim Regierungshandwerk. Selbst Parteifreunde sind fassungslos. Doch das Chaos hat offenbar System. Trumps großes Beben hat gerade erst begonnen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 26.04.2017 um 20:15 Uhr auf tagesschau24.