Optisch wird das schon durch die 900 Moai klar. Kolossale Steinfiguren mit übergroßen Köpfen. Manche über 1000 Jahre alt. Zeugen einer Kultur, die fast verschwunden wäre. Kannibalismus, Kriege, Sklaverei und Krankheiten von Seefahrern eingeschleppt führten dazu, dass 1877 nur noch 111 Einwohner übrig waren.
Fast wäre die polynesische Kultur untergegangen. Aber dann griff Chile zu. 1888 versprach das südamerikanische Land seinen Schutz. Seitdem gehört die Osterinsel zu Chile und ist nun auch wirtschaftlich und politisch von dem südamerikanischen Land abhängig. Heute leben rund 6000 Menschen auf dem Eiland. "Wir sind Polynesier, als Chilenen haben wir uns nie gefühlt!" sagen die meisten. Auch deshalb gibt es alljährlich ein zweiwöchiges Fest. Spektakulär und nah an den Traditionen der Vorfahren. Tanz und Kräftemessen. Die Tapati-Wettkämpfe.
Die Kontrahenten sehen furchterregend aus. Fast nackt, nur mit Lendenschurz bekleidet. Die Haut bemalt. So geht es in Wettrennen auf Bambuskanus, auf Bananenschlitten und in einer Art Triathlon durch den Vulkankrater. So hatten sich schon die Vorfahren auf ihre Kriege vorbereitet.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 14.04.2017 um 08:30 Uhr auf Phoenix.