Bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich am 4. Dezember 2016 hat Alexander van der Bellen gegen den Kandidaten der populistischen FPÖ, Norbert Hofer, gewonnen. Nach dem Brexit-Votum und dem Wahlsieg Donald Trumps ist das für viele ein beruhigendes Zeichen. Denn derzeit sind in der Politik häufig nicht mehr Argumente und Fakten gefragt, sondern Vereinfachungen, Verzerrungen und auch glatte Lügen.
Der Blick richtet sich dabei besonders auf zwei anstehende Wahlen in deutschen Nachbarstaaten: In den Niederlanden will im kommenden März Rechtspopulist Geert Wilders mit seiner "Partei für die Freiheit" triumphieren, und bei der französischen Präsidentschaftswahl im Mai rechnet sich Marine Le Pen vom französischen Front National gute Chancen aus. In Warschau sind die Populisten der PiS-Partei bereits an die Macht gelangt.
Moderatorin Antje Pieper bereist die Länder, in denen die Rechtspopulisten das politische Geschehen beeinflussen - oder bereits bestimmen. Sie trifft die "Wutpolitiker" und vor allem deren Wähler: Was erhoffen sich die Menschen vom französischen Front National, von der FPÖ oder von Geert Wilders' "Partei für die Freiheit"? Antje Pieper interviewt Marine Le Pen und deren Anhänger im Elsass, hört sich die Sorgen der polnischen Landbevölkerung und der PiS-Kritiker in der Großstadt an. Und sie erlebt die politische Stimmung am Abend der Bundespräsidentenwahl in Wien und geht auf Spurensuche in Rotterdam.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 07.04.2017 um 06:10 Uhr auf Phoenix.