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Der Weg zur Macht

Ein Film von Bernd Fischauer
Freitag, 07.04.2017 02:15 Uhr
Phoenix
Freitag
07.04.2017
02:15 Uhr
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Deutschland im Mai 1929. Die vergangenen Jahre waren die bislang besten der Weimarer Republik. Die Wirtschaft wächst, die Löhne steigen, das Kulturleben floriert. Doch dann bricht im Oktober die New Yorker Börse zusammen. Die Weltwirtschaftskrise trifft Deutschland so hart wie kaum ein anderes Land. Mit Massenarbeitslosigkeit und Armut schwindet langsam auch der Glaube an die Demokratie in der Bevölkerung. Als sich mit dem Zusammenbruch der Wirtschaft die Lebensverhältnisse in der Weimarer Republik drastisch verschlechtern, mehren sich die Stimmen, die einen radikalen politischen Wandel fordern. Nationalistische wie kommunistische Parteien verzeichnen starken Zulauf. Agitatoren wie Joseph Goebbels (Markus Eberl) von den Nationalsozialisten und Ernst Thälmann (Michael Rast) von den Kommunisten erreichen dank der neuen Massenmedien von ihren Rednerpulten aus Millionen, während die Jugend im Land sich nach Orientierung sehnt. Mit den Reichstagswahlen 1930 werden die Nationalsozialisten zweitstärkste Partei im Land. Nach nur zwanzig Jahren scheint das Ende der Weimarer Republik besiegelt …
Die hasserfüllten Auseinandersetzungen der politischen Lager werden nicht nur auf der Straße gewalttätig geführt. Auch auf der publizistischen Ebene tobt ein erbitterter Streit um die Gunst der Leser, Zuhörer und Wähler. Der Verleger der kommunistischen "Weltbühne", Carl von Ossietzky (Clemens Deindl), deckt 1929 in seiner Zeitschrift den gegen den Versailler Vertrag verstoßenden Wiederaufbau der Deutschen Luftwaffe auf. Trotz Pressefreiheit wird er im spektakulären "Weltbühne-Prozess" 1931 wegen Landesverrates verurteilt. Mit Schrecken verfolgen dies auch andere Angehörige des linken Kulturkreises der Republik, darunter die Frauenrechtlerin Marie Juchacz (Bibiana Beglau), der Karikaturist George Grosz (Johannes Suhm), Tilla Durieux (Marion Mitterhammer), Kurt Tucholsky (Rüdiger Rudolph) und der scharfsinnige Harry Graf Kessler (Roland Renner).
Am rechten Ende des Spektrums agitiert Joseph Goebbels als Vasall Adolf Hitlers (Johannes Zirner) erfolgreich dank Rundfunkübertragungen und dem "Völkischen Beobachter", zusammen mit dessen neuer Chefredakteurin (Vera Franskevich), gegen die verhasste Regierung. Diese hat ihren parlamentarisch-demokratischen Anspruch jedoch längst eingebüßt, seitdem Reichskanzler Heinrich Brüning (René Schöneberger) autoritär unter dem Deckmantel der "Notverordnungen" Gesetze und Maßnahmen ohne den Reichstag durchsetzen kann.
Das auf Originalprotokollen und Tagebucheinträgen basierende Dokumentarspiel "Der Weg zur Macht" rekonstruiert die Zeit in Deutschland vom Mai 1929 bis zum Mai 1932 und damit den Aufstieg der NSDAP von einer Klientel- zur Massenpartei. In dieser Zeit zerbrach angesichts der Weltwirtschaftskrise, der Unfähigkeit der politischen Klasse sowie auf Grund der von vielen Deutschen als unwürdig empfundenen Repressionen des Versailler Vertrages die erste Demokratie der deutschen Geschichte.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 07.04.2017 um 02:15 Uhr auf Phoenix.

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Alternative Ausstrahlungstermine
07.04.2017 02:15Phoenix23.01.2016 20:15ARD alpha