

Eine beliebte Wohngegend für Rechtsanwälte, Beamte, Künstler ist Schöneberg mit seinen Häuserzeilen, verziert mit Türmchen, Giebeln und Sprossenfenstern, noch heute.
Vom "Insulaner" aus, einem 75 Meter hohen ehemaligen Trümmerberg, hätte man den besten Überblick über Schöneberg, aber alles ist zugewachsen. Dafür kann man in die Sterne sehen. Mehrere Kuppeln mit Teleskopen stehen hier nebeneinander - und jede Woche dürfen Schüler in die weite Ferne schauen.
Obwohl nicht ein einziger Meter Fluss durch den Bezirk fließt, führen durch Schöneberg zahllose Brücken. Hier war einst der Eisenbahnknotenpunkt Berlins. Allein 50 Bahnbrücken überquerten einmal die Yorckstraße. Aus all den verschmähten Apfelresten und Pfirsichkernen, die man damals aus dem Zugfenster warf, ist inzwischen ein Wald gewachsen. Auf dem riesigen Südgelände, einem ehemaligen Güterbahnhof, ragen hohe Bäume aus dem Gleisbett, auf den eingestürzten Hallen ist inzwischen ein überraschend vielseitiges Biotop gewachsen, in dem sich angeblich sogar die "südfranzösische Höhlenspinne" wohlig eingerichtet hat.
Inzwischen ist Schöneberg wieder so etwas, wie ein Dorf. Eine Insel mitten in der Stadt, die mit der U4 eine eigene U-Bahnlinie hat, die sogenannte "Stummelbahn". Dass Schöneberg durchaus nicht in den Dornröschenschlaf zurückgefallen ist, zeigt die Doku von Dennis Wagner über einen der gegensätzlichsten Stadtteile Berlins.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 18.04.2017 um 20:15 Uhr auf RBB.