

Sogar eine Oscar-Nominierung brachte Ermad Burnat dieser Film ein, den der palästinensische Bauer fünf Jahre in seinem Heimatdorf Bil'in gedreht hat. Zur Geburt seines jüngsten Sohnes Gibreel hatte er sich 2005 eine Videokamera gekauft. Zeitgleich beginnt Israel mit dem Bau der gewaltigen Grenzmauer nahe seines Heimatdorfes im Westjordanland. Für die Grenzanlage und die immer näher rückenden Siedlungen wird immer mehr palästinensisches Land beschlagnahmt. Als einziger, der im Ort eine Kamera besitzt, wird Emad bald zum offiziellen Kameramann des Dorfes.
Fünf Jahre lang filmt er den Konflikt rund um den israelischen Mauerbau in seinem Dorf, die Proteste in Bil'in ebenso wie das Heranwachsen seines Sohnes. Dabei werden er und die Menschen, die ihm nahestehen, immer öfter Opfer von willkürlichen Verhaftungen, Zerstörung von Eigentum und gewaltsamen Übergriffen durch israelische Siedler und die Armee - bis eines Tages die ersten Toten zu beklagen sind. Hautnah erlebt der Zuschauer die Bedrohung der israelischen Siedlungspolitik aus Sicht der Palästinenser.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 06.04.2017 um 16:15 Uhr auf Phoenix.