Der Goldbek-Kanal in Hamburg ist gerade mal viereinhalb Kilometer lang und doch erfüllt er die Sehnsüchte der Großstädter. Kein Verkehr stört den Frieden, nur Kleingärten, Wohnhäuser - und alte Fabrikgebäude säumen das Ufer. Direkt am Kanal liegt auch die ehemalige Chemiefabrik Schülke & Mayr. Heute lädt in den Hallen das Stadtteilzentrum Goldbekhaus ein - vom Tango für Anfänger bis Beckenbodengymnastik für Männer wird vieles geboten. Herzstück am Goldbek-Kanal ist die Bootswerft Küntzel. Die Eignerfamilie baut Boote, verleiht und lagert Kanus und betreibt ein beliebtes Café.
Die Hamburger Kanäle waren noch im 20. Jahrhundert wichtige Verkehrswege. Durch sie wurden die Fabriken mit Brauchwasser versorgt; Schuten und Lastkähne brachten über sie Rohstoffe und transportierten Waren ab. Als Verkehrsweg werden die Kanäle heute nur noch von den Alsterschiffen genutzt, ansonsten haben sich die Wasserstraßen in beliebte Freizeitreviere der Hamburger verwandelt.
Wir begegnen den Mitarbeitern der letzten staatseigenen Gärtnerei Hamburgs, welche im "Krieg" mit Gänsen steht, einem Punk, der von seinem Kleingarten schwärmt, den Besuchern der Bhagwan-Diskothek, die in Vollmondnächten zu Trancemusik tanzen, Sterneköchen auf Rädern und einer Kleingärtnerin, die Harfe spielt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 09.04.2017 um 13:40 Uhr auf WDR.