Wien ist die Kulisse für Max Moors Erzählungen über einige der wichtigsten Nekropolen der Erde. Welche Kulisse wäre dafür besser geeignet als Wien. Keine europäische Stadt hat eine so innige Verbindung zum Tod. Einige der prächtigsten Bauten entstanden durch den Totenkult. An den verschiedensten Plätzen dieser Erde findet man Grabmäler, die Einblicke in die unterschiedlichsten Kulturen geben. All diesen Kulturen war eines bewusst: Der Tod währt länger als jedes Leben.
Schon in der Steinzeit finden sich Spuren von Totenkult und damit verbundenen Opferriten. Stonhenge und das Grab Maes Howe auf den britischen Orkney Inseln sind dafür Beleg. Die Pyramiden Ägyptens sind heute die steinernen Zeugnisse einer der ersten Hochkulturen der Menschheit. Als die Dynastien der ägyptischen Hochkultur bereits Geschichte waren, entdeckten die Nabatäer im heutigen Jordanien die Unvergänglichkeit der Steine. In Petra schufen sie prächtige Häuser für ihre Toten.
Auch eine der berühmtesten Welterbestätten Chinas, die tönernen Soldaten von Xian, ist ein Grabmal. Seit 2.200 vor Christus bewachen diese Soldaten das Grab des ersten Kaisers Qin Shi Huangdi. Das Taj Mahal - das Grabmal aus Marmor - wurde vom indischen Großmogul Shah Jahan 1651 für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal erbaut, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Am Rand der riesigen Steppe Kasachstans steht eine prächtige Grabmoschee. Hier liegt ein Mann begraben, der den Kasachen heilig ist: Hodscha Ahmed Yasawi, ein asketischer Poet, Mystiker und Religionsstifter.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 14.04.2017 um 05:45 Uhr auf SR.