

Am 23. April ist es soweit: In der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen kämpfen 11 Kandidaten um das höchste Amt der Fünften Republik. Präsident Hollande ist unbeliebt wie keiner seiner Vorgänger und wird nicht mehr antreten. Die Wahl seines Nachfolgers findet in schwierigen Zeiten statt. Seit den Terroranschlägen 2015 befindet sich das Land im Ausnahmezustand. Soziale Spannungen und wirtschaftliche Probleme bestimmen den französichen Wahlkampf. Welche Kandidaten haben die besten Aussichten? Was genau wollen Front-National-Chefin Marine Le Pen oder der parteilose Kandidat Emmanuel Macron? Ist der Konservative François Fillon durch seine Affären schon geschlagen?
ARD-Korrespondent Mathias Werth moderiert das phoenix-Thema "Frankreich vor der Wahl" und stellt die Kandidaten und ihre Programme vor. Er spricht mit dem leitenden Politikredakteur beim französischen Info-Sender France 24, Gauthier Rybinski. Außerdem trifft er die Autorin Gila Lustiger, die seit 30 Jahren in Paris lebt. Sie hat viele Bücher und Aufsätze über die französische Gesellschaft geschrieben und die Ursachen von Gewalt, vor allem Jugendgewalt, recherchiert. Besonders intensiv setzte sich Gila Lustiger in ihrem Essay "Erschütterung" mit dem Terror in Frankreich auseinander.
Darin die Dokumentation:
* "Mr. Brexit - Wie Boris Johnson Großbritannien aus der EU führte", Film von Yacin Hehrlein
Es ist vor allem Boris Johnson, den viele verantwortlich machen, dass das EU-Referendum in Großbritannien so ausgegangen ist wie geschehen. Er war das Zugpferd der Brexit-Bewegung. Mit Charisma, Witz und Charme hat Boris Johnson seine Anti-Europa-Kampagne den Briten nahegebracht. Viele unterstellen ihm dabei aber auch ganz persönliche Ambitionen: Boris Johnson wollte Premierminister David Cameron beerben. Doch das ist ihm nicht gelungen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 29.03.2017 um 09:30 Uhr auf Phoenix.