Der Film geht der Frage nach, welche Spuren der verheerende Ebola-Ausbruch in Liberia hinterlässt, und er dokumentiert insbesondere dessen gesellschaftliche Auswirkungen.
Das Gesundheitssystem des Landes ist schwer in Mitleidenschaft gezogen, in den Städten und Dörfern greifen Angst und Misstrauen um sich. So wird zum Beispiel der Familienvater Stanley Juah, der Ebola in sein Dorf brachte, nun für den Tod von 14 Menschen verantwortlich gemacht - seine letzte Hoffnung ruht auf einem Pastor, der zu vermitteln versucht und die Dorfgemeinschaft um Vergebung für Juah bittet.
Auch Helfer wie die Ambulanzkrankenschwester Mabel Musa verzweifeln mitunter an ihrer gefährlichen Arbeit. Musa bekommt unmittelbar mit, wie ihr Land beginnt, an der Epidemie zu zerbrechen - aber sie sieht auch Möglichkeiten, die gravierenden Folgen zu überwinden und das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft wiederherzustellen.
In der Krise sind es neben den internationalen Helfern vor allem die Einheimischen, die wichtige Arbeit vor Ort leisten, da sie das Land und seine Traditionen kennen.
Filmemacher Carl Gierstorfer und sein Team waren während des Ebola-Ausbruchs im ländlichen Liberia unterwegs, um die Arbeit der Helfer vor Ort, die Probleme bei der Bekämpfung der Epidemie und die Nachbeben des Ausbruchs festzuhalten. Es war ihm vor allem wichtig, die für die einfache Bevölkerung entstehenden Konsequenzen zu veranschaulichen. So werden nicht nur die Maßnahmen beschrieben, die für einen schnellen Sieg gegen Ebola nötig wären, sondern es wird vor allem auch ein Eindruck davon vermittelt, was die Epidemie den Menschen bis heute abverlangt.
Drei Tage vor dem Weltgesundheitstag am 7. April fragt ARTE in seiner Themenreihe: Handelt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oft zu Gunsten der Wirtschaft und weniger zum Wohl der Menschheit?
Die Erfolge der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind unbestritten. Wegen ihrer Impfprogramme können Millionen Menschen leben, die noch vor ein paar Jahren eines qualvollen Todes gestorben wären. Doch ihre Kritiker zweifeln an ihrer Unabhängigkeit. Die größten Geldgeber sind private Spender, ganz vorne mit dabei der reichste Mensch der Welt: Bill Gates. Zwar konnten die Stifter mit breit angelegten Impfkampagnen viel Positives für die Gesundheit der Menschen erreichen, allerdings nehmen sie auch starken Einfluss auf die WHO.
Der Dokumentarfilm "Unsichtbarer Feind" schildert am Beispiel von Ebola, wie und warum sich einzelne Ausbrüche von Infektionen zu weltweiten Epidemien entwickeln und zeigt, wie die Menschheit sich gegen Pandemien wie die Grippe, Zika und Ebola wappnen kann.
In "Ebola - Das Virus überleben" dokumentieren die Filmemacher den Ausbruch und die Folgen der Epidemie in Liberia. Sie beschreiben insbesondere die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Kampf gegen das Virus.
Die Dokumentation "Die WHO - im Griff der Lobbyisten" stellt sich die Frage, ob es einer Reform der Organisation bedarf. Immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik geriet die WHO in den letzten Jahren in Zusammenhang mit den Pandemien. Ob Schweinegrippe, Zika oder Ebola, ob übertriebene Impfempfehlungen, unentschlossenes Vorgehen oder Interessenskonflikte, das Spektrum der Vorwürfe ist breit.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 04.04.2017 um 23:40 Uhr auf arte.