Die Menschheit ist im 21. Jahrhundert zusammengewachsen. Bevölkerungswachstum, Megastädte, Klimawechsel und Tourismus begünstigen den Anstieg bekannter und unbekannter Krankheiten. Der Mensch dringt immer weiter in bisher unberührte Natur vor und riskiert damit auch, dass Viren, die bisher nur Tiere betroffen haben, auf den Menschen überspringen und sich weltweit verbreiten. Der Dokumentarfilm "Unsichtbarer Feind" schildert, wie und warum sich einzelne Ausbrüche von Infektionen heute zu weltweiten Epidemien entwickeln. Dieses wachsende Risiko wird an drei Fallstudien zu Ebola, Grippe und Zika erklärt.
Bei ihrer weltweiten Recherche trifft die New Yorker Filmemacherin Janet Tobias Ärzte und Wissenschaftler, die wie Detektive auf diesem Gebiet sind. Während des Ausbruchs des Ebola-Virus in Westafrika beobachtete das Team den menschlichen und ökonomischen Preis dieser Tragödie, die globale Hysterie und die schwache internationale Antwort. Der Dokumentarfilm stellt heraus, wie die weltweite Ungleichheit Epidemien fördert. "Unsichtbarerer Feind" zeigt, was getan werden muss und was alle tun können, um die Menschheit gegen Pandemien zu wappnen. Es geht darum, das öffentliche Gesundheitssystem zu stärken und ein mobiles Diagnosesystem zu entwickeln, das diese gefährlichen Gegner schneller erkennt. Jeder hat täglich zahlreiche Kontakte. Jeder ist Teil eines globalen Netzes, von Vancouver bis Hongkong und von Leipzig bis Lagos.
Drei Tage vor dem Weltgesundheitstag am 7. April fragt ARTE in seiner Themenreihe: Handelt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oft zu Gunsten der Wirtschaft und weniger zum Wohl der Menschheit?
Die Erfolge der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind unbestritten. Wegen ihrer Impfprogramme können Millionen Menschen leben, die noch vor ein paar Jahren eines qualvollen Todes gestorben wären. Doch ihre Kritiker zweifeln an ihrer Unabhängigkeit. Die größten Geldgeber sind private Spender, ganz vorne mit dabei der reichste Mensch der Welt: Bill Gates. Zwar konnten die Stifter mit breit angelegten Impfkampagnen viel Positives für die Gesundheit der Menschen erreichen, allerdings nehmen sie auch starken Einfluss auf die WHO.
Der Dokumentarfilm "Unsichtbarer Feind" schildert am Beispiel von Ebola, wie und warum sich einzelne Ausbrüche von Infektionen zu weltweiten Epidemien entwickeln und zeigt, wie die Menschheit sich gegen Pandemien wie die Grippe, Zika und Ebola wappnen kann.
In "Ebola - Das Virus überleben" dokumentieren die Filmemacher den Ausbruch und die Folgen der Epidemie in Liberia. Sie beschreiben insbesondere die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Kampf gegen das Virus.
Die Dokumentation "Die WHO - im Griff der Lobbyisten" stellt sich die Frage, ob es einer Reform der Organisation bedarf. Immer wieder ins Kreuzfeuer der Kritik geriet die WHO in den letzten Jahren in Zusammenhang mit den Pandemien. Ob Schweinegrippe, Zika oder Ebola, ob übertriebene Impfempfehlungen, unentschlossenes Vorgehen oder Interessenskonflikte, das Spektrum der Vorwürfe ist breit.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 04.04.2017 um 22:10 Uhr auf arte.