Sind Schutzimpfungen wirklich sinnvoll? Was spricht dagegen, was dafür? Die australische Autorin Sonya Pemberton geht diesen Fragen an ausgewählten Beispielen nach und zeigt, wie schwer eine eindeutige Antwort darauf fällt.
Ihre Dokumentation macht anhand "klassischer" Kinderkrankheiten wie Masern, Keuchhusten und Kinderlähmung das Pro und Kontra frühkindlicher Immunisierung deutlich und blickt zurück in die Geschichte - denn schon die Antike kannte frühe Formen des Impfens.
In der Frage frühkindlicher Immunisierung stehen sich Impfgegner und -befürworter meist unversöhnlich gegenüber. Wenige Themen sind emotional so aufgeladen. Dabei könnte ein sachlicher Umgang nicht schaden. Und die vielzitierte Impfmüdigkeit verschärft das Dilemma noch. Mediziner gehen davon aus, dass eine Impfrate von 95% notwendig ist, um eine Gesellschaft dauerhaft, beispielsweise vor Masernepidemien, zu schützen. Fällt diese Rate um nur ein paar Punkte, kann dies dramatische Konsequenzen haben. Und lebenslange Folgen für ein erkranktes Kind.
Die mit dem Emmy ausgezeichnete und auf Wissenschaftsdokumentationen spezialisierte Filmemacherin beleuchtet das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und zeigt, wie wichtig es ist, ein hochemotionales Thema unter verschiedenen - anthropologischen, medizinischen und gesellschaftlichen - Aspekten zu beleuchten.
Der Film wurde in einer 90-Minuten-Fassung am 26. Mai 2013 im australischen Fernsehen zur Hauptsendezeit um 20.30 Uhr ausgestrahlt und erzielte für diesen Sendeplatz einen Reichweitenrekord.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 04.04.2017 um 01:35 Uhr auf arte.