Am 24. April 2004 um 10.40 Uhr bringt die japanische Filmemacherin Naomi Kawase ihren Sohn Mitsuki zur Welt. Bei der traditionellen Geburt auf einer Tatami-Matte im Kreise von Familienmitgliedern ist kein Arzt anwesend, nur eine Hebamme hilft. Als die Nabelschnur durchschnitten wird, nimmt die Filmemacherin ihre Kamera zur Hand und hält diesen symbolträchtigen Moment fest. Auch die Personen, die sie bei der Geburt liebevoll begleitet haben, nimmt sie auf. Seither filmt Naomi Kawase jeden Tag das Leben ihres Sohnes und ihrer 90-jährigen Großmutter in ihrem alten Haus in Nara. Der Dokumentarfilm ist eine Reflexion über die Zyklen des Lebens im Spiegel der Körper.
Die 1969 in Nara geborene japanische Regisseurin Naomi Kawase erhielt 1997 in Cannes die Goldene Kamera für ihr Werk "Moe no suzaku". Für "Sharasojyu" war sie 2003 in Cannes für die Goldene Palme nominiert.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 04.04.2017 um 00:55 Uhr auf arte.