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Thema: Marshallplan für Afrika?

Moderation: Thomas Bade
Freitag, 17.03.2017 12:45 Uhr
Phoenix
Freitag
17.03.2017
12:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Bilder von sterbenden Babys und Tierkadaver - am Horn von Afrika bahnt sich eine Katastrophe an. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind am Horn von Afrika 15 Millionen Menschen von Hunger bedroht. Betroffen sind Äthiopien, Djibouti, Eritrea und Somalia. Die Ursachen, so sagen Experten, sind überwiegend von Menschenhand gemacht. Neben der anhaltenden Dürre verhindern kriegerische Konflikte, Terror und hemmungslose Ausbeutung der Ressourcen den Aufbau von nachhaltigen Strukturen, die die Länder in eine wirtschaftliche Unabhängigkeit führen können. Droht uns eine neue Flüchtlingswelle?
Was aber tun? Hilft der Marshallplan des deutschen Entwicklungshilfeministers Gerd Müller? 16 Milliarden Euro fließen aus Deutschland in die weltweite Entwicklungshilfe, doch was bringen sie? Phoenix schaut nach Afrika und diskutiert mit Jane Ayeko (Expertin für Entwicklungspolitik in Afrika) und Prof. Andreas Dittmann (Experte für Konfliktforschung, Universität Gießen).

* Dokumentation: "Das große Ackersterben", Film von Claus Schenk

Bis 2020 verschwinden weltweit geschätzte 20 Prozent unserer fruchtbaren Böden. Und 2050 wollen rund neun Milliarden Menschen ernährt werden. Die bislang größte Agrar-Katastrophe bahnt sich an. Anlässlich der Global Soil Week, die vom 19. bis zum 23. April 2015 in Berlin statt fand, sendet planet e. eine Dokumentation über die Bemühungen in Äthiopien, fruchtbare Böden für die Ernährung der Bevölkerung zu sichern.
Intaktes Ackerland wird zum Überlebensfaktor für die Menschheit. Die Bildung einer zehn Zentimeter dicken Humusschicht dauert 2000 Jahre. Doch Erosion und Überschwemmungen, bedingt durch den Klimawandel, sowie konzeptlose Bebauung vernichten Böden im Eiltempo.
Fehlen die Ackerflächen, bricht die Welternährung irgendwann zusammen. Seit Jahren tobt der Kampf um Böden, und ein Wettbewerb um die fruchtbarsten Flächen findet statt. Vor diesem Hintergrund haben die Vereinten Nationen das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" erklärt. Das große Feldersterben ist vielschichtig. China, viele reiche arabische Länder aber auch Spekulanten aus Deutschland kaufen Agrarflächen auf, wo es nur geht - vor allem in Afrika. Übrig bleiben minderwertige Flächen, die nicht mehr genug Ernten abwerfen. Menschen fliehen, weil die Böden sie nicht mehr ernähren. Die Flüchtlinge kommen auch zu uns - das ist die Prognose vieler Forscher und Politiker.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.03.2017 um 12:45 Uhr auf Phoenix.