Die proeuropäische Maidan-Revolution in der Ukraine fegte das russlandfreundliche Regime von Wiktor Janukowytsch hinweg. Drei Jahre danach sind viele der Revolutionäre ernüchtert. Es herrscht nach wie vor Korruption, die alten Oligarchen ziehen auch die neuen Strippen. Doch eine kreative Szene in Zivilgesellschaft und Kultur führt den Geist des Maidan fort. Ihr Blick richtet sich nach Westen. Trotz Druck aus der EU und den USA schreckt die Elite, vorneweg Präsident Petro Poroschenko, davor zurück, die alten Strukturen zu zerschlagen.
Der Krieg im Osten der Ukraine, wo die von Moskau mit Waffen, Geld und Personal unterstützten Rebellen einen Teil des Donbass besetzt halten, bremst den Weg der Ukraine Richtung Westen. Und doch lebt der Geist des Maidan. Von Kunst über Modedesign bis zu Elektromusik - vor allem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist eine Szene entstanden, die den langen Gang nach Westen angetreten hat und die post-sowjetische Ukraine von ihrer Wurzel an verändern könnte.
Autor Frank Hofmann hat Protagonisten der Elektromusik-Veranstalter-Gruppe Cxema (Schema), des Kiewer Künstlerkollektivs Izolyatsia und des Skater-Modelabels Syndicate einen Sommer lang begleitet. Ihnen ist eines gemeinsam: Nach der Revolution arbeiten sie weiter an ihrem Traum - einer proeuropäischen Ukraine, die akzeptiert ist im europäischen Konzert. Das ist Maidan Dreaming.
Film von Frank Hofmann
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.03.2017 um 17:15 Uhr auf Phoenix.