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Illegale Autorennen - Der Kick, der Menschen killt

Ein Film von Mathias Budzinski
Dienstag, 28.02.2017 08:45 Uhr
ONE
Dienstag
28.02.2017
08:45 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Annika S. ist das Opfer eines Rasers. Vor fünf Jahren knallte er in das Taxi, in dem sie gerade saß. Der Täter hatte Rennfahrer gespielt, ohne Rücksicht auf das Leben anderer, das Leben von Annika. Sie und ihre Freundin wurden schwer verletzt. Knochenbrüche, Blasenriss, Wirbelsäule angeknackst - mit Glück überlebten sie, ihre Freundin und der Fahrer des Taxis den Crash.
Lange hat Annika überlegt, ob sie Ihre Geschichte erzählen will. Zu viele Bilder, die dann wieder hoch kommen, zu viele quälende Gedanken an den Unfall, der kein Ende hat. Der Raser wurde damals erwischt. Er bekam sechs Monate auf Bewährung und zwei Jahre Führerscheinentzug. Die Strafe wirkt niedrig dafür, dass er am Ende fünf Menschen schwer verletzt hat.
Warum gibt es so oft für Raser höchstens Bewährungsstrafen und drei Monate Führerscheinentzug? Die Richter sagen, so sind die Gesetze. Die Länder NRW und Hessen haben gerade einen Vorstoß im Bund für härtere Strafen gemacht.
Die Reaktionen aus der Politik sind bisher eher ablehnend. Aber es gibt Bewegung. In Berlin wird gerade gegen einen Raser, der einen anderen Fahrer getötet hat, wegen Mordes verhandelt. Führen härtere Strafen zu weniger Raserei? Die Schweiz hat die Strafen vor Jahren drastisch erhöht und in der Tat gibt es dort weniger Unfälle durch illegale Autorennen als früher.
"die story" fragt, warum es in Deutschland nicht längst härtere Gesetze gegen Raser gibt? Die Opfer fordern dies, denn sie glauben, dass die illegale Renn-Szene durch hohe Geldstrafen und langen Führerscheinentzug kleiner würde.
Ein Film von Mathias Budzinski

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 28.02.2017 um 08:45 Uhr auf ONE.