Flexibler, freier und vor allem: weniger - so wollen immer mehr Menschen arbeiten. Mehr Freizeit, weniger Geld. Kann das gut gehen? Wie reagieren Unternehmen? Sind junge Arbeitnehmer einfach nur faul und weltfremd? Darum geht es in dieser Folge 'betrifft'.
Charlotte Hitzfelder (26) will keinen Acht-Stunden-Tag am Schreibtisch. Wenn es draußen schön ist, bleibt sie auch mal zu Hause oder arbeitet gar nicht. Wo sie angestellt ist, teilt jeder seine Zeit frei ein, jeder bekommt das gleiche Geld. Doch was passiert, wenn einige immer mehr arbeiten als andere? Müssen die nicht mehr verdienen? Und wann ist Feierabend?
Für Claire Bamberg (38) ist das klar. Die Ärztin verlässt den OP-Tisch immer pünktlich, weil sie ihr Kind in der Kita abholen will. Dafür wird sie im OP sogar abgelöst. Das kostet das Krankenhaus mehr Personal und Geld, und es macht es schwieriger, Dienste zu planen.
Was immer mehr Arbeitnehmer wollen, ist für Unternehmen eine große Herausforderung. In welcher Form müssen sie flexible und freie Arbeit anbieten, um attraktiv zu bleiben? Heute zähle es, Ergebnisse zu liefern, und nicht, acht Stunden am Schreibtisch zu kleben, sagt Heidi Stock, Personalentwicklerin bei Bosch. Aber das freie Arbeiten hat auch Grenzen, meint sie - etwa wenn Beruf und Freizeit verschwimmen.
Ein Film von Elena Weidt und Kathrin Lindemann
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 25.02.2017 um 12:45 Uhr auf one.