Um Amokläufe zu verhindern, haben einige US-Bundesstaaten an ihren Schulen eine sogenannte "Null-Toleranz"-Politik eingeführt, doch die Polizei legt ihren Auftrag oft weit umfangreicher aus als ursprünglich intendiert. Bewaffnete Polizei-Einheiten patrouillieren in Schulen, inspizieren Klassenzimmer und Pausenhöfe und inhaftieren jedes Jahr tausende Schulkinder, etwa weil sie Spraydosen dabei haben oder wegen geringfügiger Disziplinarverstöße wie Kaugummikauen, weil sie zu spät zum Unterricht kommen oder widersprechen. Einmal in den Mühlen des US-Justizsystems bleibt ihre Festnahme aktenkundig.
Das WELTjournal+ erörtert die Debatte um die umstrittene "Null-Toleranz"-Politik und zeigt wie - anstatt Kriminalität an Schulen zu unterbinden - oftmals normales kindliches Verhalten kriminalisiert wird - mit unabsehbaren Konsequenzen für den weiteren Lebensweg.
Vor Donald Trumps Amtsantritt: Ein Blick auf das System der Schulpolizei in den USA. Um Amokläufe zu verhindern haben einige US-Bundesstaaten an ihren Schulen eine sogenannte 'Null-Toleranz'-Politik eingeführt. Die Null-Toleranz-Strategie der USA sorgt dafür, dass hart gegen Kinder und Jugendliche vorgegangen wird.
Film von Sara Gibblings
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 21.01.2017 um 03:30 Uhr auf Phoenix.