Als Pfarrer Gerhard Günther 1944 in einem Kriegsgefangenenlager in Tiflis in der Sowjetunion stirbt, ist er gerade 41 Jahre alt. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder. Der Pfarrer aus Franken bekleidete zuletzt die Pfarrstelle in Murnau. Der hochpolitische Mann, konservativ und überzeugter Anhänger der Weimarer Republik, hat nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegen das NS-Regime gemacht. Mit der Gestapo gerät er ebenso in Konflikt wie mit den Nazis in seiner Gemeinde. Einer von ihnen denunziert ihn schließlich beim Landeskirchenrat. Daraufhin verliert Günther seinen Status als Pfarrer. Bis er zum Kriegsdienst eingezogen wird, arbeitet er als Hausmeister in den Rummelsberger Anstalten. Pfarrer Günther muss seine Zivilcourage teuer bezahlen. Gerhard Günther, Elisabeth Braun, Werner Sylten, Hans Leipelt, Friedrich von Praun - der Film von Jutta Neupert zeigt den Lebensweg von fünf evangelischen Christen, die durch ihr Gottvertrauen weder zu heuchelnden Opportunisten noch zu willfährigen Parteigängern des NS-Regimes wurden. Die Autorin suchte die Orte ihres Werdegangs auf, fand in Archiven und bei Verwandten bisher unbekannte Dokumente und traf Zeitzeugen, die über den Lebensweg dieser Menschen berichten können.
Regie: Jutta Neupert\nAutor: Jutta Neupert\nKontakt: Sabine Rauh\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.01.2017 um 19:15 Uhr auf ARD alpha.