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"Reichsbürger" gegen den Staat

Eine Parallelwelt mitten in Deutschland
Freitag, 13.01.2017 08:15 Uhr
Phoenix
Freitag
13.01.2017
08:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Seitdem im fränkischen Georgensmünd ein Polizist von einem selbsternannten „Reichsbürger" erschossen wurde, machen sie beinahe täglich Schlagzeilen: Bürger, die der Bundesrepublik den Kampf angesagt haben und behaupten, der Staat sei eigentlich eine GmbH und das Deutsche Reich existiere weiter.
Das Konstrukt erscheint so krude, dass diese Gegner der bundesdeutschen Demokratie lange Zeit nicht wirklich ernst genommen wurden. Obwohl Gerichtsvollzieher, Finanzbeamte, Ordnungshüter seit Jahren auf „Reichsbürger" treffen. Die weigern sich, Anordnungen zu befolgen, Steuern zu zahlen. Sie stellen sich eigene Pässe und Urkunden aus. Sie gründen eigene Fürstentümer und Königreiche, stellen Grenzschilder und auch ein eigenes „Polizeihilfswerk" auf. Sie erheben Schuldforderungen gegen Bundeskanzlerin und Bundespräsident ebenso wie gegen einzelne Mitarbeiter in den Ämtern.
Warum schien der Staat bislang machtlos gegen Menschen, die Grundgesetz, Behörden und Gerichten ihre Legitimität einfach absprechen und eine Parallelwelt institutionalisieren wollen? Hat der Verfassungsschutz die extremistische Gefahr von „Reichsbürgern", die immer wieder auch im AFD- und NPD-Umfeld auftauchen, unterschätzt? Die Dokumentation geht von aktuellen Fällen aus, wie Behörden schikaniert und Beamte persönlich bedroht werden, und analysiert Hintergrund und Gründe für das Entstehen der „Reichsbürger"-Szene. Wer sind die „Reichsbürger", wie gefährlich sind sie für die Mehrheitsgesellschaft?

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 13.01.2017 um 08:15 Uhr auf Phoenix.