Für Revierförster Arnd Kauffeld ist der Habichtswald mehr als der Hausberg, den er seit seiner Kindheit kennt und liebt. Er muss dafür sorgen, dass dort auch genügend Geld erwirtschaftet wird mit Holz- und Wildverkauf. Der Habichtswald nahe der Großstadt war schon immer gezeichnet vom Spannungsfeld zwischen vielen unterschiedlichen Ansprüchen. Steine, Kohle und Holz wurden gebraucht und dem Berg entrissen. Holz wächst nach, doch der Bergbau hinterließ tiefe Wunden, die noch heute sichtbar sind. Die Bauern brauchten Weidegründe für das Vieh, so dass große Weiden angelegt wurden, der Wald wurde dafür gerodet, ebenso für Truppenübungsplätze des Militärs. Geliebt, geschunden und verziert: Die Kasseler schmückten den Hohen Habichtswald vor 300 Jahren mit einem Kunstwerk, das seinesgleichen vergeblich sucht. Der Herkules und die Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe sind seit 2013 Weltkulturerbe der UNESCO. Der Film porträtiert den Hohen Habichtswald vom Frühlingserwachen bis zum Weihnachtsbaumverkauf im Winter, von den Veränderungen in landgräflicher Zeit bis zur Adelung durch den Welterbetitel.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 18.01.2017 um 01:45 Uhr auf HR.