Im Moment sind alle Augen auf Hamburg gerichtet, denn mit der Eröffnung der Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 hat nicht nur eine neue Ära in der Musikgeschichte der Stadt begonnen. Auch Ausgehen und Vergnügen in Hamburg rücken wieder ins Rampenlicht. Überall gibt es neue Bars, Restaurants und Konzerte.
"Rund um den Michel" zeigt die schönsten Ausgehmöglichkeiten in und um die Elbphilharmonie.
* Willkommen im Hasenbau (Rabbithole)
Die beiden mutigen Frauen Constanze und Paola betreiben das Rabbithole, übersetzt: Hasenbau. Wer abends das Rabbithole besucht, kann sich treiben lassen. Exzellent zusammengestellte Spirituosen verwandeln sich bei ihnen in den silbernen Barutensilien in eigens kreierte Drinks. Die Säfte, die sie verwenden, sind frisch gepresst. Auch das salzige Popcorn, das in kleinen Blecheimern präsentiert wird, ist selbstgemacht. Überhaupt ist die ganze Bar in Eigenleistung gestaltet worden. Constanze und Paola haben den Fußboden abgeschliffen, den Tresen in mühsamer Kleinarbeit mit messingfarbenen Plättchen verziert, lackiert und versiegelt. Ein Gesamtkunstwerk für den Genuss von Cocktailkreationen oder auch Zigarre!
* Taxi-Tänzer
Männer sind häufig Tanzmuffel. Frauen, die gerne eine flotte Sohle aufs Parkett legen möchten, sind in der Discothek Starlight in Bramfeld richtig. Dort finden an zwei Freitagen im Monat die "Disco Fox Nights" statt. Die Betreiber haben sogenannte Taxi-Tänzer engagiert, die die Damen zum Tanz auffordern.
* NDR Elbphilharmonie Orchester
Nach zehn Jahren Bauzeit ist nun endlich die Elbphilharmonie eröffnet worden. Hamburgs neues Konzerthaus begeistert schon jetzt als architektonisches Meisterwerk. Doch wie arbeitet es sich an einem Ort, von dem alle nicht weniger als ein Klangwunder erwarten? Hinter den Kulissen probte das NDR Elbphilharmonie Orchester unermüdlich, um den hohen Erwartungen gerecht zu werden.
* Eisdisko
Eine Schlittschuhbahn mitten in der Stadt mit Sicht auf den Michel, 4.000 Quadratmeter groß: Das ist die Eisbahn in Planten un Blomen. Seit 45 Jahren ist sie eine Institution in der Stadt. Und doch gibt sie den Besuchern immer wieder einen Anlass, vorbeizukommen: Konzerte, Freestyler-Eisshows oder die Eisdisko freitags und sonnabends. "Rund um den Michel" hat dort eine echte Eisprinzessin getroffen.
* MS "Stubnitz": Kultur im Kühlraum
Zu DDR-Zeiten wurde in dem 60 Meter langen Hochseeschiff noch Hering transportiert. Inzwischen ist es ein markanter und beliebter Veranstaltungsraum, der sogar 2013 von der Bundesregierung als "Spielstätte des Jahres" ausgezeichnet wurde. Seit zwei Jahren hat die MS "Stubnitz" direkt neben der Hafencity festgemacht. Hat man die Gangway des altes DDR-Kühlschiffes erklommen, wird man belohnt: mit Musik von Klassik bis Elektro, Ausstellungen und Partys.
* Edelfettwerk
Der Enkel des Gründers einer Fabrik für Edelfette in Eidelstedt hat in dem alten Gebäude das Edelfettwerk gegründet: ein echter Partytempel, in dem vor allem riesige Technopartys gefeiert werden. "Rund um den Michel" besucht dort eine Goa- Party und heftet sich dabei einen Abend lang an die Fersen des Geschäftsführers Alexander Schlüter.
* 1920er-Jahre-Party
"Bohème Sauvage" ist eine Hommage an das Nachtleben der Goldenen Zwanzigerjahre. Wer hier feiert, der möchte die Epoche erleben, möchte eintauchen in den Lebensstil und seine Reichsmark beim Black Jack und Pokern verlieren und Absinth trinken. Tagelang feilen die Teilnehmer an ihren Outfits, üben Charleston und frisieren Wasserwellen, denn es gilt ein strenger Dresscode. Der Club Uebel und Gefährlich verwandelt sich für eine Nacht in einen Salon für die mondäne Gesellschaft.
* Feierabendkonzert im Oberhafen
Im Oberhafen, in den alten Hallen zwischen Hafencity, Gleisen und Elbe, entwickelt sich ein neues Künstlerviertel. Jürgen Carstensen war einer der Ersten auf dem alten Bahngelände. Er ist Fotograf und hat die Veränderung vom rostigen Lagercharme bis zum bunten Kreativzentrum miterlebt. Seit einiger Zeit öffnet er gemeinsam mit Ulrich Bildstein vom Hamburger Kammerkunstverein einmal im Monat seine Halle für sogenannte Feierabendkonzerte. Die Halle wird für jedes Konzert komplett umgestaltet. Wo einst Waggons auf Gleisen quietschten, klingt Musik durch die Lagerhallen an der Elbe.
* Laurent Pinkwasser, der Mietkoch
Ein mehrgängiges Menü kann man sich auf nach Hause bestellen. Bei den Speisen von Mietkoch Laurent Pinkwasser treffen französische Aromen auf Hamburger Gaumen.
Produktion: Edgar Rygol\nRedaktionelle Leitung: Sabine Rossbach\n
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.01.2017 um 18:00 Uhr auf NDR.