Von Neuenglands felsiger Atlantikküste westwärts durch den Kontinent bis zum Pazifik, und dann nach Norden bis zum Eismeer: Klaus Scherer reiste einen Winter lang auf einer der nördlichsten Routen Amerikas. Im ersten Teil der Reportage begleitet er eine Hummerfischerin vor Maines Insel Monhegan, die sowohl der Abwanderung als auch dem rauen Wetter trotzt. Er besucht Farmer im romantischen Vermont, die Amerikas Trend zurück zum Kleinbetrieb anführen.
Das Filmteam ist per Schiff, Hubschrauber sowie, zum Beispiel an den Großen Seen, sogar auf Schneeschuhen unterwegs und liefert für diesen Film eindrucksvolle Bilder von den Großlandschaften des Kontinents und von den Menschen, die dort oft sehr eigene Lebenswege gehen. Am Ende der ersten Reiseetappe trifft Klaus Scherer Rancher in North Dakota, die mit einem befreundeten Sioux die letzte Herde von Indianer-Pferden hüten.
Frostiges Ziel der Trans-Amerika-Reise ist die Doppelinsel Diomedes im Fadenkreuz von Datumsgrenze und Polarkreis, die teils in Alaska und teils in Russland liegt. Nur eine Handvoll Inuit-Familien trifft Scherer dort an, die bis heute über die Teilung ihrer Heimat klagen. Ein Sturm hält das Filmteam tagelang in der Polarregion gefangen, bis der Wind abflaut und die Landepiste auf der Eisdecke wieder vom Schnee befreit ist - gerade rechtzeitig, bevor das Tauwetter des Frühlings Landungen unmöglich macht. "Aufregender war es nur im Hubschrauber unter den Niagarafällen", bilanziert Scherer, der im ersten Filmteil an der Seite eines Rettungspiloten spektakulär die Felsenschlucht durchfliegt.
Ein Film von Klaus Scherer
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 11.01.2017 um 14:30 Uhr auf WDR.