Tim ist 28 Jahre alt. Der gelernte Journalist hat mit Religion persönlich so gar nichts am Hut. Was ihn aber interessiert: Warum suchen auch junge Menschen unverdrossen historische Pilgerorte auf? Und: Können epochale Bauten und religiös-besetzte Orte vielleicht auch Nicht-Gläubige bekehren? Zeit für einen Selbstversuch: Tim reist nach Äthiopien, zu den berühmten Felsenkirchen von Lalibela. Das UNESCO-Weltkulturerbe zieht jährlich Tausende von orthodoxen Christen an. Welche Antworten wird der Ungläubige dort finden? Eine Kurzdoku, irgendwo zwischen Fernweh, Pilgerfahrt und Bildungsreise.
Kaum ein Volk auf der Welt ist so gläubig wie die Äthiopier. Über die Jahrtausende hat sich in dem Land eine ganz eigene Auslegung des Christentums entwickelt: Äthiopische Orthodoxie. Wie es dazu kam, erfährt Journalist Tim Wessling zunächst im Gespräch mit Bibelforscher Konstantinos Nikolakopoulos von der Universität München. Seit fast 1.000 Jahren stehen in Lalibla zwölf monolithische Felsenkirchen. Mit Hammer und Meißel ließ sie der damalige König Lalibela aus dem Fels hauen. Die monumentalste davon, die Bet Medhane Alem, ist sogar die größte aus Stein gehauene Kirche der Welt. Doch wie wirken solche Bauwerke auf jemanden, der mit Christentum so gar nichts am Hut hat?
Bevor der junge Journalist seinen Kamerarucksack schultert und selbst in Richtung Afrika aufbricht, holt er sich noch Pilgertipps. Karl Eder vom Landeskomitee der Katholiken in Bayern erklärt Wessling: Worauf muss man beim Pilgern achten? Besonders dann, wenn man selbst ein „Ungläubiger“ ist?
Gewappnet mit Infos zur Geschichte des Landes und zu den Verhaltensweisen als Pilger, steigt Tim schließlich ins Flugzeug und beginnt seine Reisenotizen. Das Ziel ist nicht nur Lalibela, sondern ein Stück weit auch die Selbstfindung.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 05.01.2017 um 16:30 Uhr auf ARD alpha.